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Pedelecs: eingebauter Rückenwind im Aufwind |
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Mittwoch, 4. April 2007 |
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Das Geschäft mit Elektro-Rädern boomt. Auf 30-35.000 Stück schätzt
der Zweirad-Industrie-Verband e. V. (ZIV) den Absatz in Deutschland für
2007 – eine glatte Verdoppelung gegenüber 2004.
[pd-f] Rein elektrisch betriebene Modelle sind dabei rar: „Ich würde
sagen, dass 99 Prozent der legal verkauften Elektroräder Pedelecs
sind“, erklärte Hannes Neupert vom E-Bike-Interessenverband Extra
Energy gegenüber der englischsprachigen Branchenzeitschrift Bike Europe. „Pedelecs“ verzichten auf einen Gasgriff, elektronisch
gesteuert schaltet sich der elektrische Antrieb automatisch zu, sobald
pedaliert wird. Anders als bei den rein elektrisch betriebenen E-Bikes
gibt es für Pedelecs keine Zulassungs- oder Versicherungspflicht.
Zielgruppe wächst
ZIV-Geschäftsführer
Siegfried Neuberger führt mehrere Gründe für den Boom an: Zum einen
würden die Produkte attraktiver und zuverlässiger, zum anderen wären
sie inzwischen „sichtbarer am Markt“. Ein Wachsen der Hauptzielgruppe –
Komfort-orientierte, ältere Radler mit gutem Einkommen – gehört
ebenfalls zu den verkaufsfördernden Faktoren. „Der Kunde fragt immer
nach der Reichweite“, ergänzt Kurt Schär vom Hersteller Biketec aus der
Schweiz. Stichwort Energieversorgung: Bessere Batterien sind Hennes
Neupert zufolge ein Schlüssel zum Absatz hochwertiger Pedelecs. Er
schlägt eine Art Batterie-Leasing vor; langfristig könnte man damit die
Verkaufspreise der Pedelecs senken und dennoch hohe Qualität bieten.
Immer leichter, immer schneller, immer weiter
Der Mercedes unter den Pedelecs
ist nach Meinung der Fachzeitschrift „aktiv Radfahren“ der „Flyer“ des schweizerischen Herstellers Biketec (www.flyer.ch). Bei
einem vergleichsweise geringen Gewicht um 20 Kilo bietet das neue
Modelle der S-Serie rund 60 Kilometer Reichweite und sportliche
Fahrleistungen, die das 2900 Euro kostende Pedelec bisher allerdings
nur im Herkunftsland Schweiz bietet. „Wir arbeiten im gerade an der
offiziellen deutschen Zulassung für den Straßenverkehr des S-Flyers, so
dass er wie in der Schweiz ohne die Abriegelung bei 25 km/h
ausgeliefert werden kann“, erklärt Kurt Schär. Dann kann man den
„eingebaute Rückenwind“ des Flyer auch bei einer flotten Tretfrequenz
von 85 U/min und schneller Fahrt genießen.
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