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Grenzsteintrophy - Mountainbike
Montag, 29. Juni 2009

P R E S S E I N F O R M A T I O N   # 06/09   [29.06.09]



Einfach losfahren, bewusst nachrüsten

Entwarnung für sparsame Geländefreunde: Auch mit günstigen MTBs lässt sich ernsthafter Offroad-Sport wie die Grenzsteintrophy betreiben. Haibike-Produktmanager Christian Malik erläutert das umfangreiche Produktportfolio eines modernen Mountainbikeanbieters.
 

Entwarnung für sparsame Geländefreunde: Auch mit günstigen MTBs lässt sich ernsthafter Offroad-Sport betreiben. Haibike-Produktmanager Christian Malik erläutert das umfangreiche Produktportfolio seines Unternehmens.

Viel braucht es eigentlich nicht, um im Gelände Spaß zu haben, ist Christian Malik überzeugt. „Eine gut ansprechende Federgabel, kräftige Bremsen und insgesamt stabile Komponenten – das reicht schon, um sich in die Büsche zu schlagen“, sagt der Produktmanager beim Radhersteller Haibike (www.haibike.de). Vor acht bis zehn Jahren wäre für diese Features noch eine Odyssee durch die Radgeschäfte und eine größere Geldsumme nötig gewesen, doch inzwischen finden sich Merkmale wie Scheibenbremsen und eine blockierbare Federgabel bereits in der Mountainbike-Einstiegsklasse. „Ich führe immer gern unser Modell Hai Edition SL an“, so Malik. „Für knapp 800 Euro bietet das bereits die Technik der ,Großen‘, letztlich liegt’s am Gewicht, dass viele Radsportler irgendwann mehr wollen.“
Ganze 27 unterschiedliche Hardtails bietet Haibike an, vom fast 6.600 Euro teuren Profimodell bis zum absoluten Einsteigerrad, das nur ein Zwanzigstel dieser Summe kostet. „Ein derart breit gefächertes Programm verfolgt unterschiedliche Ziele“, erklärt Malik. „Einerseits werden wir damit der Vielfalt der Ansprüche gerecht – zum Beispiel legen manche Kunden mehr Wert auf namhafte Komponenten und akzeptieren dafür eine etwas einfachere Federgabel. Oder sie wünschen einen Carbonrahmen oder ein Rad mit Rohloff-Nabenschaltung. Andererseits sind wir in allen Preisbereichen aktiv und bieten dem Handel so die Möglichkeit, dem Kunden auch finanziell das Passende zu bieten.“
Und wie ist es jetzt mit Offroad-Tauglichkeit? Bei der Grenzsteintrophy etwa warten 1.200 unwegsame Kilometer auf die Fahrer – reicht da ein Einsteiger-Bike? „Ein 400-Euro-Rad ist für solche Belastungen natürlich nicht konzipiert, eher für lockere Touren über Waldwege. Wenn es um extreme Marathon-Touren geht, sollte man schon auf ein Bike setzen, dessen Komponenten auf lange Standzeiten ausgelegt sind – etwas wie unser Hai Q RC mit Shimano XT. Auch das Gewicht sollte nicht deutlich über elf Kilo liegen, falls Schiebe- oder Tragepassagen anstehen“, so die Antwort des Produktmanagers.
Während sich Hardtails vom Konzept her nur wenig unterschieden – abgesehen von den wenigen Dirtbikes für jugendliche Rad-Akrobaten –, fächern sich voll gefederte Mountainbikes in unterschiedliche Kategorien auf. „Vom Marathon- oder Racebike bis zum Downhillbike wachsen die Federwege, das Gewicht wird unwichtiger und die Sitzposition aufrechter“, skizziert Christian Malik die verschiedenen Spielarten. „Fullys werden viel stärker auf unterschiedliche Einsatzbedingungen hin konzipiert – etwa geringes Gewicht und straffe Federung für Rennen oder große Federwege und weiche Abstimmung für schwere Abfahrten.“ Ein voll gefedertes Rad kann bei mehrtägigen Touren von Vorteil sein, da die Stoßdämpfung den Fahrer entlastet. „Für die Grenzsteintrophy kann ich mir einen Allrounder wie das Hai Q FS SL vorstellen“, meint Malik. „Mit einer von 80 bis 135 mm verstellbaren Federgabel ist es außerordentlich flexibel, die Sitzhaltung ist etwas aufrechter, was in schwierigem Gelände hilfreich ist.“ Der höhere Fahrkomfort schlägt sich zwar in größerem Gewicht nieder, doch das ließe sich verschmerzen, findet der Haibike-Experte. „Auf der 1.200-km-Tour kommt es nicht auf ein paar Stunden Fahrzeit an, da haben Komfort und Fahrsicherheit Priorität.“

Haibike ist zusammen mit Sram , Busch & Müller und Schwalbe einer der „Administrativ-Sponsoren“, die Streckenerstellung und Erst-Orga unterstützten, um die Idee der Selbstversorgerfahrten in Deutschland erlebbar zu machen.

Über die Grenzsteintrophy
Die Grenzsteintrophy ist eine Extrem-Mountainbike-Tour, die ca. 1.200 km entlang des ehemaligen eisernen Vorhangs führt. 19 Starter (Stand Mitte Juni) werden am 24.6.2009 gemeinsam auf der Halbinsel Priwall in Lübeck/Travemünde starten und die Strecke als Selbstversorgerfahrt bewältigen. Die Grenzsteintrophy ist ein „Self Support Ride“ (Selbstversorgerfahrt). Diese verstehen sich als „Gegenpol zu den überzüchteten Massenveranstaltungen mit ihren Negativerscheinungen wie Umweltzerstörung, Doping, Konformismus und Kommerz“ ist auf der Internetseite zu lesen.
Entsprechend wurde der Kodex der Grenzsteintrophy verfasst: Keine Startgebühr, kein Preisgeld, kein Service, keine Zeitnahme und keine Organisation. Die Fahrer müssen sich rundum selbst versorgen. Alle benötigte Ausrüstung und Verpflegung müssen sie auf dem Rad mitführen oder unterwegs kaufen. Jede Art vorterminierter Unterstützung schließt der Kodex kategorisch aus. Ziel dieses archaischen Reglements ist die maximale Herausforderung an den Fahrer selbst und „nicht an eine Begleitcrew oder an das Sponsoren-Budget!“ Vielmehr zählt für die Abenteurer die sportliche und geistige Herausforderung, dem ehemaligen Schreckensstreifen 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kontemplativ zu begegnen und die Geschichte auf sich wirken zu lassen. „Wo einst die Frontlinie des kalten Kriegs verlief, gedeiht heute Deutschlands längster Grünstreifen. Dessen Topographie und Verlauf versprechen eine abwechslungsreiche Mountainbike-Tour“, erklärt GST-Initiator Gunnar Fehlau.

 

Passende Links beim pd-f: 

Typenkunde Mountainbike

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