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Weltkindertag: Bringt die Kinder in Fahrt!
Freitag, 18. September 2009

 

[pd-f] Mobilität will gelernt sein, am Besten von klein auf – dann macht die Sache auch richtig Spaß. Der pressedienst-fahrrad zeichnet den Weg in die Mobilität nach – vom Rutscher für die Kleinsten bis zum Jugendrad.

Irgendwo ist immer Weltkindertag: Seit die Vollversammlung der Vereinten Nationen im Jahre 1954 ihren Mitgliedern empfahl, einen Tag des Kindes einzurichten, wird der Nachwuchs offiziell gefeiert – in manchen Ländern bereits deutlich früher (etwa in der Türkei seit 1920) und inzwischen in 145 Staaten. Allerdings legen die Staaten ihren Termin nach eigenem Gutdünken fest; in Deutschland ist es der 20. September.
Selbst in unserem reichen Land lässt sich die Situation der Kinder in vielerlei Hinsicht verbessern. „Zwei Aspekte, deren Bedeutung oft unterschätzt wird, sind Mobilität und Bewegung“, erklärt Ralf Puslat, Geschäftsführer des Kinderradherstellers Puky (www.puky.de). Urbanisierung, zunehmender Verkehr, der Siegeszug der Unterhaltungselektronik – viele Faktoren bremsen Kinder in ihrem Bewegungsdrang und damit in ihrer Entwicklung aus – die gesundheitlichen und sozialen Folgen sind nicht zu unterschätzen.

Früh mobil mit dem Rutscher
Ein Grund mehr, sich das Sortiment von Kinderfahrzeug-Anbietern genau anzuschauen, denn: „Was den Absatz unserer Produkte und den von konkurrierenden Qualitätsherstellern fördert, dient langfristig der Gesellschaft als Ganzes“, weiß Puslat. Bereits in einem Alter, wo Kinder noch nicht sicher auf eigenen Füßen stehen können, muss dem Drang, sich zu bewegen und die Umgebung zu erkunden, Genüge getan werden. Das geht etwa mit dem Pukylino, auf dem bereits 75 cm große Kleinkinder Spaß am Rollen und Lenken haben können – oder mit der größeren Variante „Wutsch“, der mit seiner Pendelachse schon etwas Gleichgewichtsgefühl verlangt. Extrem beliebt bei den Kleinsten, dabei allerdings nicht ganz auf der Linie fahrradversessener Eltern, sind die knuffigen „Rutscher“ - Plastik-Autos mit Lenkrad und Gummirädern, wie sie auch von diversen Premium-Autobauern angeboten werden. Die Puky-Variante sieht nicht nur in Rot ziemlich sportiv aus, sondern auch in „Prinzessin Lillifee“-Rosa und „Capt’n Sharky“-Blau.

Entdeckerfreude im Kindermobil
Ein Punkt, den Eltern bei aller aktiven Förderung der kindlichen Mobilität oft vergessen, ist die Vorbildwirkung. Eltern, die mit ihren Kindern ganz selbstverständlich von klein auf per Fahrrad unterwegs sind, legen bereits im frühen Kindesalter den Grundstein für den Spaß an der aktiven Bewegung und damit einer gesunden Entwicklung. Komfortabel und sicher sind kleine Kinder vor allem in Fahrradanhängern unterwegs, die immer beliebter werden. „Moderne Kinderanhänger sind mit entsprechendem Zubehör bereits für wenige Wochen alte Säuglinge geeignet“, erklärt Reiner Kolberg, Sprecher des Anhängerspezialisten Croozer (www.croozer.de). „Die meisten Kinder lieben die Bewegung und das `Radkino´, denn bei der Tour im Grünen oder der entspannten Fahrt zur KiTa gibt es viel zu entdecken. Und wenn sie genug davon haben, spielen sie einfach oder schlafen gemütlich ein.“

Die Balance – ein großer Schritt
Den Sprung von vier auf zwei Räder vollziehen Kinder irgendwann zwischen dem zweiten und dem fünften Geburtstag. „In diesem Alter können Kinder erstmals im geschützten Raum und unter Aufsicht der Eltern draußen eigenständig mit einem Fahrzeug unterwegs sein“, sagt Lilo Franzen, Inhaberin der „Bonner Fahrradschule für Kinder“ (www.lilofranzen.de), „also nicht bei Mama im Kindersitz oder hinter Papa im Trailer. Das ist ein ganz wichtiger Schritt, sozusagen die Initialzündung selbstständiger Mobilität.“ Heute ist das Laufrad Stand der Technik, nicht mehr das Spielfahrrad mit Stützrädern. Das ist gut, denn Stützräder hemmen bekanntlich das Erlernen der fürs Radfahren grundlegenden Balance. Während Pukys Einsteigermodell LR M noch mit Schaumreifen und ohne Handbremse daherkommt, ist das Laufrad LR1 schon ein richtiger kleiner Sportflitzer mit Handbremse und profilierten Luftreifen. „Ältere Kinder, für die es noch zu früh zum Radfahren ist, erleben sich auf diesem Laufrad nicht als Spätentwickler. Sie stellen fest, dass sie das große Laufrad sicher beherrschen, während Gleichaltrige mit ihrem ersten Fahrrad noch ganz vorsichtig agieren“, beschreibt Ralf Puslat den Zweck eines LR1-Laufrades.

Endlich radeln mit dem Spielrad

Das erste Fahrrad muss noch kein Licht und keine Schaltung haben – erst einmal verfolgt es den Zweck, den Kindern Spaß zu bereiten. „Zu viel Technik lenkt nur ab, denn richtiges Radfahren zu lernen, umfasst vielfältige Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen, gepaart mit Spaß und Freude“, bringt es Franzen auf den Punkt. Damit ganz kleine Rädchen wie das Puky Z2 mit 12,5-Zoll-Rädern nach der kurzen individuellen Nutzungszeit noch oft weitergegeben werden können, stattet Puky schon solche Spielräder mit hochwertigen Kugellagern an Laufrädern, Pedalen und Lenkung aus – längst nicht Standard bei Kinderrädern. Den Anfang vom Ende der Spielrad-Phase markiert der 18-Zöller ZMX-18, wahlweise ganz ohne oder mit Dreigangschaltung erhältlich. „In dieser Phase legen vor allem Jungs schon großen Wert auf die Optik“, erklärt Puslat. „Deswegen haben wir uns beim ZMX an der Rahmenform von Dirtbikes orientiert, mit dem die großen Jungen unterwegs sind.“
Design ist auch beim Kinderhelm immer wichtiger: Nur attraktive Helme werden wirklich benutzt, deshalb sollte das Kind unbedingt mitentscheiden: „Ihm muss der Helm schließlich gefallen; es muss Lust haben, ihn aufzusetzen! Eltern sollten darauf achten, dass der Helm mit einem Fliegennetz ausgestattet ist sowie Reflektoren, die Sicherheit im Dunkeln und ersten Radtouren in die Dämmerung bieten. Gute Helme sind nicht geklebt, sondern mittels `Inmold´-Verfahrens in die Kunststoffschale gegossen, wobei auch ein Schirm mit eingearbeitet wird. Kinderhelme sollten zudem über weiche Gurte und Polster verfügen“, erklärt Torsten Mendel vom Sicherheitsspezialisten Abus (www.abus.de)

Moderne Kinderräder wachsen übrigens mit, ihre Geometrie ist so ausgelegt, dass der Verstellbereich bei der Sattelhöhe stattliche zehn Zentimeter umfasst und der Sitzwinkel flach genug ist, um auch den Abstand zwischen Sattel und Lenker größer werden zu lassen. „Das bedeutet, dass erst nach etwa 15-20 Zentimetern Wachstum das nächstgrößere Rad ansteht“, so Puslat gegenüber dem pressedienst-fahrrad. Doch nicht alleine die Körpergröße oder das Alter sind relevant, vielmehr „auch der allgemeine motorische Entwicklungszustand des Kindes und seine aktuelle Wahrnehmungsfähigkeiten: Ein (zu) großes Rad weckt auch (zu) „große“ Erwartungen, vor diesem Leistungsdruck und solchen Überforderungen sollten Eltern und Kinder sich schützen, so Franzen.
Doch wann steht der Wechsel zum nächst größeren Rad an? „Die Innenbeinlänge des Kindes muss mindestens einen Zentimeter länger sein als die minimale Sattelhöhe des neuen Fahrrades“, erklärt Lilo Franzen. Auf faule Kompromisse zu Lasten des Kindes sollten sich Eltern nicht einlassen.

Schulweg statt Rad-Spaß
Als erstes „richtiges“ Fahrrad kann zum Beispiel das Puky Crusader mit 20 Zoll Radgröße dienen und von Kindern ab 1,20 Meter gefahren werden kann. Mit Rädern wie diesem beginnt sozusagen der Ernst des mobilen Lebens: Radfahren bedeutet nun nicht mehr nur Spaß, sondern etwa auch, den Weg zur Schule selbstständig zurückzulegen. Deswegen sind nun eine Dreigangschaltung, ein Gepäckträger und eine moderne Lichtanlage mit Nabendynamo an Bord.

Gut: nur wenig Technik

Dort, wo die Fahrradnutzung überwiegend sportlich und freizeitorientiert ist, stehen Eltern vor einem Dilemma. Vor allem Jungs wollen richtige Mountainbike-Optik, oder zumindest was sie dafür halten. Ein bleischweres, chromglänzendes Baumarkt-Fully etwa. Solchen Wünschen sollte man nicht nachgeben, denn die primitive Machart der Billig-Bikes macht schon bald keine Freude mehr. Wenn das Radfahren also klar sportliche Ambitionen durchschimmern lässt, ist es besser, in ein hochwertiges, ungefedertes Kinder-MTB wie das „Moskito“ von MTB Cycletech investieren (www.mtb-cycletech.de). Mit knapp neun Kilo Gewicht ist das nämlich auch von kleinen Geländegängern gut zu „händeln“, außerdem kann nur wenig kaputtgehen.

Jetzt kommt das Jugendrad
Ein richtiges „Schulrad“ sieht natürlich anders aus – statt technischem Minimalismus bringt es alles mit, was ein Fahrrad alltagstauglich macht: Lichtanlage mit Nabendynamo, Klingel, Reflektoren, Schutzbleche und einen Gepäckträger. So ausgestattet sind etwa die 24-Zöller „Skyride“ (für Mädchen) und „Crusader 24“ (für Jungs) von Puky, solide Schulräder, die mit dem richtigen Design auch das erwachende Stilbewusstsein ansprechen. Das Skyride beispielsweise kommt mit Blumendekor und u. a. auch goldener Lackierung – genau richtig für die kleinen Ladys. Das Crusader lässt sich – wie es die Jungs brauchen – schnell zum coolen MTB umrüsten: Schutzbleche und Gepäckträger sind demontierbar, wobei das Licht allerdings immer am Rahmen bleibt, zur Beruhigung der Eltern.
Statt einer Federung weist das Skyride hochwertige „Big Apple“ – Ballonreifen von Schwalbe auf (www.schwalbe.de), die Komfort bieten und leicht laufen.
Der letzte Zwischenschritt zum Rad für Große ist schließlich ein 26-Zoll-Modell wie das Sonic 21 Urban von Hercules (www.hercules-bikes.de) – ein waschechtes „All Terrain Bike“, also eine Mischung aus Offroader und Trekkingrad für Jugendliche mit einer Körpergröße von 150 cm. Aber wenn Ihre Kinder das Alter für so ein Fahrrad erreicht haben, fühlen sie sich von so etwas wie dem Weltkindertag vielleicht gar nicht mehr angesprochen ...

 

Passende Links beim pd-f:

Typenkunde Kinderfahrzeuge

Kindermobilität

So lernen Kinder richtig Radfahren - Die 12 besten Tipps für angehende Radfahrer

 

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