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Fahrradreifen-Hersteller Schwalbe hat für sein Rollstuhlsport-Event Rolliday den Ethikpreis des Verbunds selbstverwalteter Fahrradbetriebe (VSF) erhalten. Die Verleihung der Auszeichnung fand in dieser Woche anlässlich des 1. vivavelo-Kongresses in Berlin statt.
Weiter steht in der Pressemitteilung:
"Es gibt keine vergleichbare Veranstaltung für Rollstuhlfahrer in Deutschland: Der Rolliday beim deutschen Fahrrad- und Rollstuhlreifen-Hersteller Schwalbe ist eine einzigartige Mischung aus Rollstuhlsport und Fahrradbegeisterung, Spaß und Ernsthaftigkeit, Bewegungsfreude und lebenswichtiger Mobilität. „Sport fördert die Mobilität. Und mobil zu sein, das bedeutet Unabhängigkeit für Menschen im Rollstuhl - und damit auch ein Stück Lebensqualität“, sagt Geschäftsführer Frank Bohle.
Das sah auch die zehnköpfige Fachjury des Ethikpreises so: „Schwalbe hat mit dem Rolliday ein soziales Projekt eingereicht, bei dem das Selbstbewusstsein mobilitätseingeschränkter Menschen gestärkt wird. Der Rolliday ist ein riesiges, Spaß und Mut machender Rollstuhlsport-Event. Er wird von Schwalbe veranstaltet und finanziert“, hieß es in der Begründung. Der VSF hatte die Auszeichnung zum ersten Mal ausgelobt und auf dem 1. Branchenkongress vivavelo in Berlin vergeben. Beworben hatten sich sechs profilierte Unternehmen der Fahrradbranche. Schwalbe teilt sich die Ehrung mit Fahrradteile-Hersteller SRAM, der für sein Programm „World Bicycle Relief“ - Entwicklungshilfe durch Fahrräder - prämiert wurde.
„Wir freuen uns sehr, dass unser Engagement im Rollstuhlsport in der Fahrradbranche ein solches Maß an Anerkennung findet und wir dafür den VSF Ethikpreis in Berlin entgegennehmen dürfen“, erklärte Frank Bohle bei der Preisverleihung.
Rolliday brach alle Rekorde
Der Schwalbe Rolliday fand 2009 bereits zum fünften Mal auf dem Firmengelände in Reichshof-Wehnrath, 40 Kilometer östlich von Köln, statt. Mehr als 3.500 Besucher trafen auf rund 250 aktive Sportler, darunter viele Paralympicssieger. Auch die knapp 100-köpfige Schwalbe-Belegschaft und viele Angehörige waren dabei.
Mitmachen und Vorführen von Sportarten steht im Mittelpunkt jedes Rollidays. Rund zehn Sportarten, darunter Tauchen, Basketball, Reiten, Rugby oder Kampfsport konnten ausprobiert werden. Weitere Attraktionen waren Vorträge über Reisen im Rollstuhl, ein Zirkus, ein Streichelzoo und ein Märchenzelt. Einer der Höhepunkte war die spektakuläre Stuntshow des 17-jährige Amerikaners Aaron Fotheringham. Mit seinen spektakulären Tricks im Rollstuhl wurde er international bekannt und trat auch schon im deutschen Fernsehen bei Stefan Raab auf.
„Viele Kinder freuen sich auf den Rolliday wie auf Weihnachten“, sagt Manuela Zahn, die mit ihrem Team die Veranstaltung organisiert. Zu ihren schönsten Erlebnissen zählen aber auch die stillen Momente, wenn Eltern eines Mädchen, das durch einen Verkehrsunfall auf den Rollstuhl angewiesen ist, berichten, dass ihr Kind durch den Rolliday neuen Lebensmut gewonnen hat. Der Erlös der Veranstaltung wird den Rollikids des Deutschen Rollstuhlsportverbands e. V. gespendet."
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