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Fahrrad 2010: Neuheiten in erster Bewährungsprobe
Donnerstag, 25. Februar 2010

Vom „Wolf im Schafspelz“ und anderen Testsiegern

[pd-f] Fahrrad-Fachredakteure haben es gut: Sie fahren und testen die neuesten Räder, noch bevor sie im Handel erhältlich sind – Das nützt aber auch dem Fahrradkäufer, denn die Testergebnisse der Fachredakteure bieten Orientierung in der Flut von Fahrradneuheiten und -trends. Der pressedienst-fahrrad stellt einige der getesteten Produkte vor.

Schlichte Schönheit, die nicht bockt
Das Testurteil „sehr gut“ erhielt das Hive 8 (799 Euro) von Staiger (www.staiger-fahrrad.de) in einem großen Fitnessrad-Test der Zeitschrift aktiv Radfahren (1-2/2010, S. 84-98). Als „schlichte schwarze Schönheit“ betitelt, wird die 8-Gang Alfine-Nabe hervorgehoben: „Die ist nicht gerade typisch für ein Fitnessrad, aber sehr wartungsarm.“ Das Rad fahre „liebend gern gerade aus, ist aber auch in den Kurven nicht bockig“, so die Tester der aktiv Radfahren.

Robuster Zweirad-Truck in Deluxe-Version
Die Zeitschrift Radtouren (4/2009, S. 42) testete das Mundo Luxe (909 Euro) von Yuba (www.cargobike.info) und kam zu dem Urteil, dass der „robuste Zweirad-Truck“ sich als Alternative für „Transportaufgaben in der Stadt oder als Lastesel für Touren mit viel Gepäck wie etwa bei einem Radurlaub mit Kindern“ eignet. Das Velojournal (3/2009, S.39) lobte das Fahrverhalten des Yuba Mundo. Es habe das beste Fahrverhalten bei den von ihnen getesteten Lastenrädern gezeigt. „Auf ebener Strecke vergisst man schnell, welche Last man befördert.“

Ein König der Landstraße
„Ein König der Landstraße“ - so lautet das Urteil des Radtouren Tests (5/2009, S. 25) zum Papalagi (2.799 Euro) von MTB Cycletech (www.mtbcycletech.com). Es bekam die Gesamtnote „sehr gut -“. „Das Papalagi mit seinem 26-Zoll-Konzept ist schon ein Reiseklassiker“, so das Urteil. Es zeichne sich vor allem durch ein sehr ruhiges Fahrverhalten, sicheren Gepäcktransport und viel Komfort aus. Zudem erhielt das Papalagi kürzlich den „Goldenen Hasen“ verliehen, eine jährliche Auszeichnung der Schweizer Architektur- und Designzeitschrift „Hochparterre“ und des Schweizer Fernsehsenders SF.

Ein Leichtgewicht für Schwergewichte
Fahrräder für Menschen, die die üblichen Standardmaße bei Gewicht und Größe deutlich überschreiten, rückt die Trekkingbike in ihrer Ausgabe 2/2010 (S. 41-47) in den Vordergrund. Ein echtes Federgewicht für Schwergewichte ist das Extratour (2.749 Euro) von Santana (www.santana-tandem.com), „ein Tandem für Solisten“. Mit nur 12 Kilogramm war es das leichteste Rad im Test (die anderen Räder wogen um 18 kg) mit der höchsten Gesamtgewichtszulassung von 200 kg. „Ideal ist es als Fitness- und Tourenrad für Schwergewichtige oder als Reiserad für Weltumradler mit vielen Taschen und Gepäck-Anhänger.“

100225-silbermoewe-trapez.jpgAusgereift und fernreisetauglich
Das Radtouren Magazin (1/2010, S. 10-19) testete Reiseräder mit Rohloff 14-Gang-Nabenschaltung. Die Silbermöwe Trapez (3.590 Euro) von Utopia (www.utopia-fahrrad.de ) lief „mit und ohne Gepäck spurtreu geradeaus“ und bekam die Gesamtwertung „sehr gut“. Als „vorbildlich“ gelobt wurde die „Top-Ausstattung“, aber auch „Komfort und Verarbeitungsqualität“ des Utopia Velos. „Der Reiseklassiker für Genießer […] Traumpartner für gemütliche Radreisen, der auch im Alltag treue Dienste leistet.“

Qualität, die überzeugt
Einen Test der etwas anderen Art mussten Fahrrad- und Teile-Lieferanten beim VSF-Lieferantenranking bestehen (www.vsf.de). Hierbei bewerten jedes Jahr VSF-Händler ihre Lieferanten. Die Liegeradmanufaktur HP Velotechnik (www.hpvelotechnik.com) überzeugte laut Pressemitteilung des VSF (Verband Selbstverwalteter Fahrradhändler) dieses Jahr besonders in den Bereichen Qualität (Produktzufriedenheit und Vormontage) und Lieferqualität. Erstere wurde mit der Note 1,55, die zweite mit der Kategorien-Bestnote 1,85 bewertet.

„Klasse“, „frech“, „fetzig“, „eigenständig“
Das aktiv Radfahren Extra „Elektrorad“ hat in seiner Ausgabe 1/2010 (S. 68-73) Kompakt-E-Bikes getestet. Das Town:exp (2.199 Euro) von Winora (www.winora.de) bekam die Wertung „sehr gut“ und wurde zudem mit dem „aktiv Radfahren Kauftipp“ ausgezeichnet. Das Rad „ist konsequent aufs Wesentliche reduziert“ und habe eine „unglaubliche Wendigkeit“. Das Fazit: „Klasse, freche und eigenständige Optik, beste Wendigkeit, dynamische Beschleunigung – das fetzige Winora town:exp begeistert.“

„Fels in der Brandung“
E-Bikes der sogenannten „offenen Klasse“ testete die Zeitschrift aktiv Radfahren in ihrem Extra-Heft „Elektrorad“ (1/2010, S. 140-148). Dabei schnitt das Street S (3.290 Euro) von Flyer (www.flyer.ch) mit dem Urteil „überragend“ ab und bekam den „aktiv-Radfahren Tipp: Premiumklasse“. Das Flyer gehöre zu den besten Rädern im Test und die Komponenten seien „Spitzenklasse“. „Seine Gesamtharmonie überzeugt. Straßenlage, Motorkraft und Reichweite ebenso. Ein schnelles No-Problem-Rad der Premiumklasse“, so das Fazit.

In die Bestenriege gesprungen
„Überragend“. So lautet das Urteil der Redakteure des Extra-Heftes „Elektrorad“ der Zeitschrift aktiv Radfahren (1/2010, S. 35-63) zum Emove Sport SL Lite(2.399 Euro) von Hercules (www.hercules-bikes.de). Im City-Rad Test erhielt das Pedelec zudem den „aktiv Radfahren Tipp: Sport“. Das Rad sei ergonomisch bei längeren Ausfahrten „ein Gedicht“, „man fühlt sich dabei euphorisch beflügelt“. „Hercules gelingt mit dem Emove Sport SL Lite der Sprung in die Bestenriege des aktiv-Radfahren-Tests“.

Genussfahrzeug für Stadt und Land
Im E-Bike-Spezial des Radtouren-Magazins (1/2010, S.33-41) bekam das voll gefederte Avenue Hybrid (2.799 Euro) von riese und müller (www.r-m.de) das Testurteil „gut+“ und die „Komfort-Empfehlung“. „Ideal für Radler mit hohen Qualitätsansprüchen […], die ein komfortables Stadtrad suchen und damit auch gerne mal ins Grüne fahren“, urteilt Susanne Brüsch zusammenfassend über das Hybrid-Rad mit „Sorglos-Konstruktion“.

Fachzeitschrift zieht ihren Hut
„Triumphierend“ sei das Mountainbike Fully Sleek RC (3.999 Euro) von Haibike (www.haibike.de) aus dem Labor der Zeitschrift Mountain Bike (2/2010, S.34) gerollt. „Leichtester Testrahmen, Top-Steifigkeiten, mit 127 bester Steifigkeit-Gewicht-Index (SGI) aller Fully-Zeiten. Chapeau!“ urteilten die Tester und bewerteten das Rad mit „sehr gut“. Zudem überzeugte das Sleek auch die Jury des IF-Design-Award und des Eurobike-Award. Beide Auszeichnungen zieren nun das Carbon-Fully aus der Haibike-Schmiede.

Schmierereien getestet
Dass es sogar bei Kettenschmiere große Unterschiede gibt, offenbarte ein groß angelegter Test der Zeitschrift Bike (2/2010, S. 116-120). 50 Öle, Fette, Wachse etc. wurden auf ihre Schmierfähigkeit, Schmutzhaftung, Kriechfähigkeit und auf das Handling hin getestet. Wichtiges Unterscheidungskriterium ist zudem auch der Preis. Das beste Preisleistungsverhältnis unter den punktgleichen Siegern hatte das „Wachsschmiermittel“ (5 Euro) von Finish Line (www.grofa.com), folgerichtig erhielt es das Testurteil „super“.

Ein Wolf im Schafspelz
Der Lumotec IQ Cyo Senso Plus (89,90 Euro) von Busch & Müller (www.bumm.de) konnte im Test der Zeitschrift Triathlon (Nr. 79, März-April 2010, S. 55) „mit seiner Leuchtleistung vollends überzeugen“. Als „der Wolf im Schafspelz“ wird der Lumotec bezeichnet, weil er mit seiner Lichtstärke von 60 Lux „eher an einen Autoscheinwerfer als einen Radscheinwerfer“ erinnert. Gehäuse und Frontglas „hinterließen einen stabilen und sicheren Eindruck“. Auch die Redakteure der Radtouren (3/2009) fühlten sich dank dieser Leuchte endlich „auf dunklen Radwegen sicher“.

Das beste Rezept für mitteleuropäische Böden
„Für mitteleuropäische Böden [...] hat ein Hersteller allem Anschein nach das beste Rezept gefunden“, leitet Stephan Ottmar in der Zeitschrift Bike (2/2010, S. 44-50) einen Reifentest ein. Die Rede ist vom Hersteller Bohle, der die Schwalbe-Reifen (www.schwalbe.com) produziert. Auch in diesem Test schnitten alle vier getesten Reifen (Rocket Ron, Nobby Nic, Racing Ralph und Fat Albert) mit dem Urteil „super“ ab. Besonders der Fat Albert habe „eine große Fan-Gemeinde in der Redaktion“.

Ein Lächeln für Copiloten
Dem Thema Kinderhelme widmet sich die Trekkingbike in ihrem Heft 2/2010 (S. 84-88). In der Kategorie „Mitfahrerhelme“, also Helme für Kinder, die noch nicht selbst Radfahren, aber mitfahren, bekam der Helm „Smiley “ (24,95 Euro) von Abus (www.abus.de) den „Trekkingbike Tipp“. Der Smiley ist mit seinen 190 Gramm der leichteste im Test gewesen, zudem auch preislich der Günstigste. Das Urteil der Trekkingbike-Redakteure: „Extrem leichter Helm mit viel Tragekomfort.“

Eine mit viel Druck
Die Zeitschrift MountainBike testete für ihre Ausgabe 1/2010 (S. 44-48) insgesamt 18 Standpumpen, darunter auch den Airtower HP (100 Euro) von Blackburn (www.grofa.com). Die Standpumpe bewerteten die Tester mit „sehr gut“und hoben besonders den „Top Pumpenkopf“ hervor, der zusätzlich mit einem Ablassventil ausgestattet ist. So kann der Reifendruck „fein dosiert korrigier[t]“ werden. Mit dem sehr langen Aushub (72-131 mm) mache „die HP gut Druck“.

 

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