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Erster Teilnehmer der Grenzsteintrophy erreicht das Meer
Montag, 28. Juni 2010

René Fischer hat 1200 km und 18.500 Höhenmeter hinter sich

[pd-f] Am 24.06.2011 um 13:33 erreicht René Fischer den Lübecker Priwall. „Es war ein großartiges Abenteuer, das jetzt aber erstmal physisch und psychisch verdaut werden muss“ erzählt der Biker und öffnet sich das verdiente Weizenbier. Von den 15 Startern ist er der erste, der die rund 1200 km lange Strecke entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze geschafft hat. „Fischer benötigte 7 Tage, 5 Stunden und 33 Minuten, eine respektable Zeit, wenn man die Gesamthöhenmeter und den nicht einfach zu fahrenden Plattenweg entlang des Grenzsaums bedenkt“, erklärt Gunnar Fehlau, Initiator der GST. Einige mussten aus technischen Gründen vorzeitig das „Grüne Band“ verlassen. Andere stießen an ihre körperlichen Grenzen oder hatten von vorn herein nur ein begrenztes Zeitfenster für die Strecke.

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Von den insgesamt 15 Starter erreichten vier die Ostsee, unter ihnen Albert Kratzer, der damit bereits zum zweiten Mal die GST meisterte und die einzige gestartete Frau, Waltraud Schulze. Vier Fahrer waren mit einer Zeitvorgabe gestartet, die das Erreichen des Priwall von vorne herein ausschloss. Drei Fahrer hatten gesundheitliche Gründe (Knie, Gesäß, Magen), die zur Aufgabe führten und vier Grenzsportler wurden von technischen Defekten ausgebremst.

Am 17. Juni, dem 57. Jahrestag des Aufstandes in der DDR, startete die zweite Grenzsteintrophy entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Vor den 15 Startern der Grenzsteintrophy, die sich am Donnerstag letzter Woche am ehemaligen Dreiländereck (BRD, ČSSR, DDR) im Vogtland bei Mittelhammer versammelten, lagen rund 1.200 Kilometer, weitgehend auf dem ehemaligen Kolonnenweg der NVA-Truppen und „grenznahen“ Waldwegen und Straßen. Außer einem gemeinsamen Startpunkt, GPS-Track und „Fahrer-Kodex“ gab es keinen organisatorischen Rahmen: keine Zeitmessung, keine Kontrollen, keine Startgebühr und keine Siegprämien. Alle benötigte Ausrüstung und Verpflegung müssen die Fahrer auf dem Rad mitführen oder unterwegs kaufen. Jede Art vorterminierter Unterstützung schließt der Kodex kategorisch aus.

Die Grenzsteintrophy will die Idee der sogenannten „Self Support Rides“ (Selbstversorgerfahrten) in Deutschland erlebbar machen. Diese Fahrten verstehen sich als „Gegenpol zu den überzüchteten Massenveranstaltungen mit ihren Negativerscheinungen wie Umweltzerstörung, Doping, Konformismus und Kommerz“ ist auf der Internetseite (www.grenzsteintrophy.de) zu lesen.



Unter den Startern befanden sich sowohl Sportler als auch Tourenfahrer, Technik-Fans wie auch Puristen, mancher sah die GST als Tour, andere eher als Wettkampf. 2009 starteten 17 Fahrer am Priwall, acht von ihnen erreichten das ehemalige Dreiländereck im Vogtland mit Tagesetappen von bis zu 250 Kilometern. 2010 führte die GST in umgekehrte Richtung. Administrativ-Sponsoren der Grenzsteintrophy 2010 waren Schwalbe (www.schwalbe.de) und Busch & Müller (www.bumm.de), die Helfer wie zum Beispiel Streckenscouts mit Sachprämien erfreuten.

 

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