| Fahrradhelm-Justage |
| Donnerstag, 24. Januar 2008 | |
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Sicher mit sicherem Sitz.
[pd-f] Es gibt Dinge, über die man nicht diskutieren muss – zum Beispiel über den Sinn von Fahrradhelmen. Die gewieften Statistiker unter den Helmgegnern mögen mit Zahlen jonglieren so viel sie wollen, doch jeder Radfahrer, der schon einmal schwer zu Boden ging, weiß, wovor ihn sein Helm bewahrt hat – oder hätte, falls er keinen trug... So geht’s los: die richtige Größe wählen Das Maß aller Dinge beim Helmkauf ist der Kopfumfang. Er lässt sich leicht per Maßband feststellen; gemessen wird über den Ohren in einer horizontalen Ebene. Das Ergebnis ist genauer, wenn Sie eine andere Person messen lassen.
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Bei ihrem Größenspektrum verfolgen die Hersteller unterschiedliche Strategien. Manche bieten ihr gesamtes Sortiment in einer Einheitsgröße an, andere setzen auf zwei oder drei Größen (zum Beispiel 51-55, 55-59, 59-63 cm) – teilweise nur im höherpreisigen Bereich. Die Feineinstellung erfolgt in jedem Fall über einen verstellbaren Kopfring, der fest mit dem Helm verbunden ist. „One-size-fits-all“-Modelle haben in der Regel keinerlei Nachteile, nur Radfahrer mit sehr schmalen Köpfen sind aus optischen Gründen mit einem genauer angepassten Helm besser beraten als mit einem Modell, das wie ein Sombrero absteht. Für Kinderhelme gilt das Gleiche, allerdings ist zu beachten, dass manche Helme, die in der Einheitsgröße geliefert werden, zu groß sein können – zum Beispiel solche, die erst ab einem Kopfumfang von 52 Zentimeter ohne Spiel sitzen. Für ganz kleine Kinder empfiehlt sich deshalb ein Größenspektrum, das bei 45 Zentimeter anfängt. Und bitte kommen Sie nicht auf die Idee, in den zu großen Helm könne der kleine Kopf ja noch reinwachsen! „Wenn Sie Ihr Kind im Kindersitz mitnehmen, gehört ein Helm wegen des hohen Gefährdungspotenzials sowieso zum Pflichtprogramm, aber auch in Fahrradanhängern raten wir zum Tragen eines Helms“, so Andreas Gehlen vom Kinderanhängerspezialisten Zwei plus zwei (www.zweipluszwei.com). Ob der Helm die richtige Größe hat beziehungsweise der Kopfring richtig justiert ist (meist über ein Rädchen an der Rückseite des Helms), stellt man mit dem „Headbanger-Test“ fest: den Kopf wie ein langhaariger Hardrock-Fan vor und zurück schütteln, dabei darf der Helm nicht hin und her wackeln oder gar vom Kopf rutschen. Schlapphut statt Schiebermütze
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Die richtige Position auf dem Kopf ist übrigens weit nach vorn geschoben – bis an die Augenbrauen – wie ein Schlapphut. Der Helm darf nicht wie eine Schiebermütze auf dem Hinterkopf thronen, denn vom Fahrrad fällt man bekanntlich nach vorne. „Vor allem Kinder haben die Angewohnheit, ihren Helm nach hinten zu schieben“, warnt Mendel. Erlaubt darf das nur beim Inlineskating sein – hier dient der Helm dazu, beim Umkippen nach hinten den Hinterkopf zu schützen.
Bitte anschnallen! Etwas kniffeliger ist die Justage der Gurte. Schritt eins: Bemessen Sie das linke Gurtdreieck so, dass der Verschluss mittig unter dem Kinn sitzt. Nun öffnen Sie den linken Gurtstraffer (das Teil, das die zwei Gurtbänder unterm Ohr zusammenführt) und platzieren Sie ihn durch Einstellen der Gurtlängen mittig unter dem Ohr. Danach muss der Verschluss immer noch mittig unterm Kinn sitzen. Nun ist die rechte Seite dran: Auch hier müssen Sie nach dem Einstellen des Gurtstraffers auf die richtige Position des Helmverschlusses achten. Ist das erledigt, kann man die Riemenlänge am Verschluss unterm Kinn einstellen. Zwischen Riemen und Kinn sollte ein fingerbreiter Abstand verbleiben; durch den „Kaugummi-Test“ (kräftiges Mahlen mit den Backenknochen) stellen Sie sicher, dass Sie den Helm nicht zu eng eingestellt haben.
Wichtig ist, dass die Gurte vor und hinter dem Ohr die gleiche Spannung aufweisen. Sind die vorderen zu locker, kann der Helm leicht nach hinten rutschen und umgekehrt. Durch Öffnen der Gurtstraffer kann man das Spannungsverhältnis zwischen den Gurten ausgleichen.
Übrigens: An manchen Helmen sind ergänzende Rücklichter integriert (z. B. Abus Urban I, ab 50 Euro). Sie erhöhen die Sichtbarkeit im Dunkeln. Busch und Müller (www.bumm.de) bietet mit dem „Topfire“ Licht eine nachrüstbare Helmbeleuchtung mit vier LED an, die einfach einmalig in die hinteren Lüftungsschlitze eingeklebt wird (14 Euro). Händler, hilf! Noch einmal zurück zum Fachhandel: Wer sich nicht sicher ist, ob er seinen Helm (oder den seines Kindes) richtig eingestellt hat, sollte den Verkäufer bitten, das für ihn zu übernehmen. Sonst könnte es passieren, dass man auf der Straße von wildfremden Leuten angesprochen wird (zum Beispiel vom Verfasser dieser Zeilen): „Hören Sie mal, so wie Ihr Kleiner den Helm trägt, bringt das ja gar nichts ...“ Und noch etwas: Fahrradhelme sind zum Radfahren da. „Auf dem Spielplatz gehört der Helm nicht auf den Kopf, sondern zu Papa oder Mama auf die Bank“, rät Andreas Gehlen. Zu groß ist die Gefahr für Kinder, sich an einem Spielgerät zu verfangen und damit im schlimmsten Fall zu strangulieren. Leider kommt dies vor, so dass auf einigen Spielplätzen inzwischen sogar ausdrücklich vor dem Tragen eines Helms gewarnt wird. Hot Ears: Winterradeln ohne Helmverstellen
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Wer im Winter unter dem Helm fröstelt, dem sind die „Hot Ears“ von riese und müller zu empfehlen (www.r-m.de, 12,90 Euro). Die flauschigen Fleece-Pads werden an die Helmgurte geklettet und halten die Ohren kuschelig warm. Der Helm muss nicht angepasst werden. Und im Frühjahr zieht man die „Hot Ears“ einfach wieder ab! Sie sind in vielen verschiedenen Farben und Mustern erhältlich.
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