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Lichtdefekt? Zeit zu wechseln
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Donnerstag, 4. Oktober 2018

Ein defekter Fahrradscheinwerfer kann viele Gründe haben. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, mitunter droht aber auch großer Aufwand. Der pressedienst‐fahrrad erklärt, wann ein kompletter Lichtwechsel sinnvoll ist.

[pd‐f/tg] Unter Fahrradhändlern gibt es eine beliebte Geschichte: Nach der ersten Nachtfahrt mit einem neuen Scheinwerfer am Rad kam eine Kundin in den Radladen zurück. Die neue Lichtquelle sei wohl defekt, weil sie lauter Funken werfe. Der erstaunte Mechaniker ging auf Spurensuche, konnte aber keinen Defekt feststellen. Des Rätsels Lösung: Durch den neuen, hellen LED‐Scheinwerfer erkannte die Radfahrerin Konturen deutlich besser und hielt den vom Rad aufgewirbelten Staub und kleine Steinchen für Funkenflug. Aufgeklärt, kommentierte sie nur: „Ich hätte nicht damit gerechnet, jetzt so viel besser zu sehen.“

Mehr Spaß und Sicherheit

Ob sich diese Geschichte wirklich so zugetragen hat oder ob es sich dabei um eine Urban Legend der Branche handelt, sei dahingestellt. Aber im Kern steht die Aussage: Ein neuer Scheinwerfer kann Wunder bewirken. Ein Lichtwechsel von Halogen‐ auf LED‐Technik lohnt sich für jeden Radfahrer. Die Scheinwerfer haben sich in den letzten Jahren technisch stark entwickelt. „Durch die LED‐Technologie ist das Sichtfeld nach vorne und zur Seite deutlich vergrößert. Vor allem lässt es sich präzise definieren. So sieht man besser und auch weiter. Radfahren bei Dunkelheit macht mehr Spaß und es greifen mehr Leute zum Fahrrad“, sagt Sebastian Göttling vom Lichtexperten Busch & Müller. Die Sicherheit wird zudem verstärkt, da die Radfahrer von anderen Verkehrsteilnehmern frühzeitiger und besser gesehen werden. „Das kann Unfälle vermeiden“, so Göttling weiter.

Ein Wechsel auf moderne Technik verhindert zudem bekannte Lichtprobleme. Anders als ein Glühlämpchen hält eine moderne LED‐Beleuchtung (z. B. „IQ‐XS“ von Busch & Müller für 79,90 Euro) ein Radleben lang. „Das regelmäßig durchgebrannte Birnchen ist endlich Vergangenheit“, freut sich Mareen Werner‐Rusitschka von Sport Import. In Verbindung mit Nabendynamos erhält man eine äußerst robuste und witterungsbeständige Lichtanlage. Anders als die Seitenläufer‐Vorgänger funktionieren Nabendynamos bei Regen oder kalten Temperaturen zumeist fehlerfrei. „Aber auch ein Nabendynamo kann einfrieren, wenn bei Minusgraden Feuchtigkeit eintritt. Deshalb sollte man das Rad im Winter am besten überdacht abstellen“, rät Andreas Hombach vom Fahrradparkspezialisten WSM.

Kabel fest verankern

Bleibt als letzte Fehlerquelle ein lockeres oder defektes Kabel. „Ein häufiges Problem ist ein lockerer Stecker am Nabendynamo, der z. B. nach einer Radpanne nicht richtig befestigt wurde. Ein kleiner Handgriff bewirkt meist schon die Lösung“, meint Harald Troost vom Fahrradhersteller Koga. Ist allerdings der Kontakt korrodiert, muss der Anschluss mit etwas Schmirgelpapier blank gerieben werden. Ein Universalschmiermittel kann vor Rostbildung im Vorfeld schützen. Bei hochwertigen Rädern (z. B. „F3 7.0“ von Koga für 1.999 Euro) sind zudem die Kabel entweder im Rahmeninneren verlegt oder durch Verlege‐Rohr und Kabelbinder geschützt und fixiert. „Lose Kabel sind besonders anfällig für Beschädigungen, weil sie abreißen können oder auch die Isolierung beschädigt werden kann“, so Troost weiter.

Wenn also beim Rad aktuell der Seitenläufer jault und durchrutscht oder das Leuchtmittel durchbrennt, sollte sich der Radfahrer Gedanken über einen Wechsel machen. Allerdings muss man beim Umrüsten auf Nabendynamo meist ein neues Vorderrad kaufen. Als kostengünstigere Alternative bietet sich ein Umrüsten auf eine StVZO‐konforme Akku‐Beleuchtung an (z. B. Beleuchtungsset „Lite Pro+Strip“ von Lezyne für 94,95 Euro). Diese wird einfach auf den Lenker und die Sattelstange gesteckt und erhöht die Sichtbarkeit schnell. Sie kann auch als zusätzliches Licht angebracht werden. „Bei der Umstellung auf Akku‐Beleuchtung gilt allerdings zu beachten, dass man regelmäßig die Akku‐Anzeige prüfen und die Lampen beim Abstellen vom Rad entfernen muss. Nicht dass man bei der Heimfahrt ohne Licht dasteht“, rät Werner‐Rusitschka. Dafür gehören bei Akku‐Beleuchtung defekte Kabel der Vergangenheit an.

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