Kultur, Kooperation, Ehrenamt: Der 9. Deutsche Mountainbike-Kongress in Aalen zieht klare Schlüsse ----- Pressemitteilung Rund 150 Fachleute diskutierten zwei Tage lang in Aalen, was den Bike-Tourismus in Deutschland wirklich trägt. Das Ergebnis ist eindeutig: ohne Ehrenamt, kooperative Ansätze und eine gelebte Bike-Kultur kommt keine Region voran. Aalen, 22. Juni 2026. Mit dem Abschluss des 9. deutschen Mountainbike-Kongresses geht ein zweieinhalbtägiges Fachtreffen zu Ende, das klarer als erwartet auf einen Punkt zulief: Bike- Tourismus ist eine Kulturfrage. Unter dem Motto „Neue Horizonte" kamen rund 150 Fachleute aus Tourismus, Kommunalpolitik, Forst, Verbänden und der Bike-Industrie in Aalen zusammen – begleitet von einer Fachexkursion zu den Trails im Osten der Stadt, Panels zu politischen Rahmenbedingungen und einem internationalen Blick auf die Bike-Entwicklung in der Schweiz und Österreich. Der Kongress begann dabei bewusst nicht im Konferenzsaal: Bereits am Dienstag fuhren die Teilnehmenden gemeinsam mit der lokalen Bike-Community auf die Trails rund um Aalen – ein Format, das zeigen sollte, was Kooperation zwischen Community, Forst und Kommunalpolitik in der Praxis bedeutet. Das Fazit war unmissverständlich: Dort, wo alle Beteiligten an einem Strang ziehen, entstehen Angebote, die überzeugen – und Menschen aufs Rad bringen, die sonst keinen Zugang gefunden hätten. Tilman Sobek, Gründer des Mountainbike Forum Deutschland: „Der Kongress in Aalen hat gezeigt: Die nächsten Schritte im Bike-Tourismus führen über einzelne Wege und Trails hinaus. Wir brauchen gute Infrastruktur – und ebenso eine starke Bike-Kultur, verlässliche Qualität, klare Verantwortlichkeiten und Kooperation auf Augenhöhe. So schaffen wir neue Horizonte: für bessere Erlebnisse der Gäste, für lebendige Bike-Communities und für eine nachhaltige Entwicklung der Regionen.“ Der Blick über die Grenzen machte deutlich, dass die Fragen, mit denen Deutschland ringt, keine nationalen Eigenheiten sind. Dominik Hug von SchweizMobil, die Stiftung für die Organisation und Pflege aller Freizeitwege in der Schweiz und Lichtenstein, und Johannes Prem aus dem österreichischen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft zeigten, wie die Nachbarländer strategische Bike-Entwicklung angehen – mit klaren Qualitätsstandards, ressortübergreifender Koordination und einer konsequenten Ausrichtung auf das Gesamterlebnis. Für das Mountainbike Forum Deutschland ist das Ansporn: Mit dem Programm TOP BIKE DESTINATIONS setzt der Verband einen eigenen Qualitätsrahmen, der Destinationen, Unterkünfte und Gastronomen dabei unterstützt herausragende Bike-Angebote zu entwickeln – und damit die Lücke zu den Nachbarn zu schließen. Diesen Gedanken griff auch das Donnerstagsprogramm auf: Im Panel „Kulturgut Radfahren" diskutierten Tanja Naber (Mountainbike Freiburg e.V.), Lena Fuchs (Kraichgau-Stromberg Tourismus) und Thomas Giger (Ride MTB) Werte, Zugehörigkeit und die Frage, wie nachhaltige Bike-Kultur aktiv gestaltet werden kann. Die Session „So klappt es mit dem Forst" zeigte am Beispiel der Landesforsten Rheinland-Pfalz, ForstBW und der Bayerischen Staatsforsten, wie kooperative Trailentwicklung auf Landesebene gelingt – und wo es noch Reibungspunkte gibt. Praktischen Rückenwind gab der neue Leitfaden zur Verkehrssicherungspflicht bei MTBTrails, der in einer der vertiefenden Sessions am Nachmittag vorgestellt wurde. Für Ursula Teufel, Themenmanagerin Rad beim Schwäbischen Alb Tourismusverband e.V. und selbst als Gastrednerin Teil des Programms, bestätigt der Kongress, was in der Destination bereits gelebt wird: „Der Kongress hat gezeigt, was wir auf der Schwäbischen Alb bereits praktizieren: Mountainbiken entfaltet seine volle Wirkung, wenn Destination, Community und Politik an einem Strang ziehen. Die direkte Einbindung der Teilnehmenden – auf den Trails, in den Panels, beim Community-Voting der Awards – hat deutlich gemacht, wie groß die Bereitschaft ist, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen." Ein sichtbares Zeichen für die Lebendigkeit dieser Kultur setzten die erstmals vergebenen BIKE SPIRIT AWARDS: Beim Sommerabend auf der Schwäbischen Alb wurden Projekte aus ganz Deutschland in den Kategorien Trailbau, Vielfalt und Bike-Erlebnis ausgezeichnet. Die hohe Beteiligung am bundesweiten Community-Voting wurde von den Anwesenden als ein deutliches Signal gewertet: Die Szene will gehört und eingebunden werden – und nimmt diese Möglichkeit wahr. Der 10. deutsche Mountainbike-Kongress findet 2028 statt. Ort und Termin werden rechtzeitig bekanntgegeben. Weitere Informationen: www.kongress.bike/awards Über das Mountainbike Forum Deutschland e.V. Das Mountainbike Forum Deutschland e.V. ist der nationale Verband für Mountainbike-Tourismus im deutschsprachigen Raum. Es vernetzt Destinationen, Kommunen, Verbände und die Bike-Industrie und setzt sich für die Entwicklung naturverträglicher, wirtschaftlich tragfähiger Bike-Angebote ein. Ende der Originalmeldung