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Ein Mann sitzt in einem dreirädrigen Liegerad neben einem Poller auf einem Radweg und streckt freudig die Hände nach oben.

Zehn Gründe, ein Trike zu fahren
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Mittwoch, 8. Juni 2022

Dreirädrige Liegeräder, sogenannte Trikes, erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Sie sind komfortabel, schnell und tourentauglich. Doch gibt es immer noch Vorbehalte gegen die Räder. Der pressedienst-fahrrad testete ein Rad auf Alltagstauglichkeit und hat Gründe gesammelt, warum man einmal ein Liegerad ausprobieren sollte.

1) Trike fahren ist einfach

Im Gegensatz zum Radfahren mit einem gängigen Fahrrad ist das Fahren mit einem dreirädrigen Liegerad äußerst einfach zu lernen. Das komplizierte Balancieren fällt weg – für Späteinsteiger:innen deshalb eine interessante Option. Einsteigen und Losfahren ist angesagt. Lenken und richtig bremsen erlernt man problemlos auf den ersten Metern – dafür sucht man sich am besten einen verkehrsberuhigten Bereich, bevor es in den Straßenverkehr geht.

2) Trikes fahren auf vielen Wegen

Auch wenn man es den Rädern nicht auf Anhieb ansieht: Sie sind nur unwesentlich breiter als ein normaler Fahrradlenker oder ein Fahrradanhänger. Somit passen sie durch viele Engstellen. Schwieriger sind Hindernisse wie enggestellte Poller oder Absperrungen auf Radwegen, die einen zum Rangieren zwingen. Hier braucht es eine bessere Planung bei der Rad-Infrastruktur, weil ansonsten gerade Menschen mit Handicap, die auf Dreiräder angewiesen sind, vor Probleme gestellt werden.

3) Trikes erweitern den Horizont

Durch die entspannt zurückgelehnte Sitzposition des Liegerads erschließen sich die Fahrer:innen ihre Umwelt ganz neu. Einerseits kann man einen uneingeschränkten Panoramablick genießen. Andererseits sieht man auch einmal den Straßenverkehr aus der Sicht eines radfahrenden Kindes. Selbst wenn der Eiswagen auf einmal mächtig hoch aufragt – mit den meisten Autofahrer:innen bleibt man auf Augenhöhe.

5) Trikes stehen sicher

Das Rad einfach mal abstellen ist kein Problem – selbst bei böigem Wind, wenn andere Räder bereits auf dem Asphalt liegen, steht ein Trike sicher. Und damit es nicht wegrollt, gibt es eine praktische Feststellbremse.

4) Trikes können (fast) überall parken

Zugegeben: Einen Abstellplatz an den überfüllten Abstellanlagen an Bahnhöfen zu finden, kann schwierig werden. Praktische Lösungen sind deshalb Abstellanlagen mit Anlehnparkern: Mit einem längeren Schloss lassen sich Liegeräder einfach anschließen. Vorteil der Trikes: Da sie nicht umfallen können, kann man sie im Grunde an alles Mögliche anschließen. Ein weiterer Tipp: Fahrräder dürfen auch auf Autoparkplätzen am Straßenrand geparkt werden. Und rückwärts mit dem Liegerad in eine Parklücke stoßen, sorgt für staunende Blicke.

6) Trike fahren ist gut für den Rücken

Liegeradfahren schont den Rücken. Viele Menschen, die über Rückenschmerzen beim konventionellen Fahrrad klagen, greifen zum Liegerad. Der Bandscheibendruck beträgt nur ein Drittel im Gegensatz zur nach vorn gebeugten Haltung beim Radfahren.

7) Trikes sind Spaßmaschinen

Pendler:innen oder Radreisende wissen Trikes zu schätzen. Dank der aerodynamischen Bauweise kommt man mit den Rädern äußerst schnell voran – Komfort und Gokart-ähnlicher Fahrspaß gepaart mit fetziger Kurvenbeschleunigung inklusive. Aber natürlich profitieren auch ältere Menschen und Menschen mit Handicap von den Vorzügen eines Liegedreirades. Mit denen können sie, zum Beispiel, ganz unbesorgt auch sehr langsam fahren und sogar im Stand unübersichtliche Verkehrssituationen checken.

8) Mit Trikes kann man reisen

Für den Transport auf dem Autodach sind die Räder, ähnlich wie Pedelecs, nicht gemacht. Zwar findet man mittlerweile auch Dreirad-Gepäckträger zur Montage auf der Anhängerkupplung – aber es gibt praktische Möglichkeiten, selbst mit einem Liegerad auf Reisen zu gehen: Spezialist HP Velotechnik hat seine Räder der Gekko- und Scorpion-Serien mit einem Faltmechanismus ausgestattet. Sie lassen sich so kompakt zusammenfalten und in der Bahn oder im Kofferraum des Autos transportieren.

9) Trikes sind regensicher

Regen stört auch nicht mehr als beim herkömmlichen Radfahren – gute Radbekleidung vorausgesetzt. Zusätzlich ist für den Schutz von Unterkörper und Beinen eine spezielle Wetterschutzverkleidung erhältlich, die auch im Winter gute Dienste leistet und die Fahrenden warmhält. Auch praktisch: eine spezielle Tasche für eine Regenjacke und Regenüberzug fürs Rad im Sitz. So hat man einen kleinen Regenschutz auch abseits des Rades griffbereit dabei.

10) Trikes bieten Erholung

Einfach mal die Seele baumeln lassen ist mit einem Liegerad ganz einfach: Anhalten, einen Platz an der Sonne suchen und der Liegestuhl ist direkt dabei. Ganz Clevere montieren sich gleich noch den Getränkehalter an die „Armlehne“ neben dem Sitz – ein spezieller Gepäckträger, den es so nur am Liegedreirad gibt!

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