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Winterzeit ist Einbruchszeit – wie Sie Ihr Rad schützen können
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Freitag, 27. November 2020

Einbrecher nutzen gern den Schutz der Dunkelheit, um hochwertige Fahrräder und E‑Bikes zu stehlen. Dabei entwenden sie vermehrt Räder aus Kellerräumen und Garagen, da ihre Besitzer sie dort meist ungesichert abstellen. Darüber informiert beispielsweise auch das Polizeipräsidium Kassel, in dessen Dienstbereich vermehrt E‑Bike-Diebstähle aus geschlossenen Räumen gemeldet wurden. Der pressedienst-fahrrad gibt Tipps, wie Sie Ihr Rad schützen können.

(pd‑f/tg) Kellerräume und Garagen bieten zwar einen wetterfesten Abstellort für Fahrräder und E‑Bikes im Winter, doch die Räume sind für Diebe äußerst leicht zu knacken. „Deshalb ist es wichtig, sein Fahrrad nochmals zusätzlich zu sichern. Das Auto sperrt man in der Garage ja auch ab“, sagt Torsten Mendel, Marketingmanager beim Sicherheitsexperten Abus. Ein einfacher Tipp ist selbstverständlich, das Fahrrad mit einem Schloss zu sichern. Doch das verhindert ein Wegtragen des Rades nicht, wenn die Diebe bereits in der Garage sind. Zu empfehlen ist deshalb die Sicherung mit einem speziellen Alarmschloss (z. B. „Bordo Alarm 6000A“ von Abus, 139,95 Euro). Wird das Rad bewegt, gibt es einen 100 Dezibel lauten Warnton ab, der weit zu hören ist.

Sicherheitshaken für Wand und Boden

Allerdings weiß Mendel, dass viele Diebe mittlerweile im Vorfeld die Orte ausspionieren und gezielt zuschlagen, wenn niemand zuhause ist. Deshalb rät er dazu, dass Fahrrad nicht nur ab‑, sondern selbst in geschlossenen Räumen an einem festen Gegenstand anzuschließen. Abus bietet beispielsweise einen speziellen Boden- bzw. Wandhalter an, der mit langen Schrauben fest verankert wird. Der „Granit WBA 75“ (69,95 Euro) besteht aus einem 14 Millimeter starken Bügel aus gehärtetem Spezialstahl für eine hohe Widerstandskraft. In Kombination mit einem robusten Schloss (z. B. „Granit City Chain 1060 X Plus“ von Abus, 159,95 Euro) erfüllt es die höchste hauseigene Sicherheitsstufe. Das Kettenschloss gibt es in Längen bis zu 1,75 Metern. So können selbst mehrere Fahrräder oder gar Lastenräder sicher zusammen angeschlossen werden. „Wer in einem Mietshaus wohnt, sollte das Anbringen allerdings mit dem Vermieter abklären. Die Schrauben lassen sich aufgrund eines speziellen Sicherheitsmechanismusses nicht mehr entfernen“, so Mendel.

Fahrradlift spart zusätzlich Platz

Eine weitere Lösung bietet der Fahrradparkspezialist WSM in Kooperation mit dem Hersteller Lo Mink an: den „Velow up“ (179 Euro). Der Fahrradlift wird an die Wand geschraubt und ermöglicht ein vertikales und somit platzsparendes Abstellen des Rades. Zum Anschließen verfügt er über eine spezielle Öse, durch die ein handelsübliches Schloss gezogen werden kann. „Die Fahrradlifte sind platzsparender als herkömmliche Fahrradparker und kommen beispielsweise in großen Kellerräumen oder an öffentlichen Plätzen zum Einsatz, wo viele Nutzer sind. Deshalb ist es elementar, dass sie eine Möglichkeit zum Anschließen des Rades haben“, sagt Andreas Hombach, Key-Account-Manager bei WSM. Für sicheres Parken zuhause bietet WSM die sogenannte „Bikebox“ (ab ca. 1.000 Euro) an. In dieser Art „Container“ lässt sich ein Rad diebstahl- und witterungsgeschützt abstellen. „Diese Variante wird gerne von Hausbesitzern genutzt, die sich eine Box zusätzlich zur oder anstatt einer Garage vor die Haustür stellen. Aber auch an Mietshäusern macht eine derartige Anlage Sinn, weil der Zugriff auf das Rad deutlich schneller ist als beim teilweise komplizierten Tragen aus dem Keller“, erklärt Hombach. Ein Einhebelgriff-Zylinderschloss verhindert einen Zugriff von außerhalb. An kleinen Haken lassen sich zudem Accessoires wie Helme oder Regenkleidung sicher verwahren. Die Bikeboxen gibt es in unterschiedlichen Varianten, beispielsweise auch für Cargobikes und Räder mit Anhängern.

Technischer Fortschritt: GPS-Chip

Zusätzlich zu den präventiven Maßnahmen kommen mittlerweile GPS-Chips auf den Markt, die ein Tracken des Rades im Falle eines Diebstahls ermöglichen. Der E‑Bike-Spezialist Riese & Müller bietet beispielsweise optional beim Kauf eines E‑Bikes einen unsichtbar und fest im Bike verbauten „RX Chip“ an. Passend dazu kann der Kunde zwischen drei „Connect Care“-Servicepaketen (Basispaket ab 114,95 Euro pro Jahr) wählen. Wenn der Besitzer einen Diebstahl meldet, kann das Rad dank funkbasierter Ortungstechnologie durch den Hersteller lokalisiert und kostenlos wiederbeschafft werden. „Falls das Rad nicht mehr gefunden wird, bieten wir unseren Kunden ein gleichwertiges Ersatzrad an“, erklärt Jörg Matheis, Head of Communications bei Riese & Müller. Die unterschiedlichen Ausstattungspakete machen das System für viele Radfahrer interessant. „Bedeutung und Wert von E‑Bikes und Fahrrädern nehmen immer weiter zu. Wir wollen deshalb neben den gängigen Lösungen auch den technologischen Fortschritt nutzen, um einen effektiven Rundumschutz gegen Diebstahl anzubieten“, so Matheis.

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