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Zehn Tipps rund um die erste Radreise

Verreisen mit dem Fahrrad erfreut sich hoher Beliebtheit. Über 40 Millionen Menschen in Deutschland machen im Laufe eines Jahres mindestens einen Tagesausflug mit dem Rad. Durch die unsichere Lage bei Fernreisen, verursacht durch weltweite Krisen und Kriege, könnte der heimische Radreisemarkt in diesem Jahr noch weiter zulegen. Der pressedienst-fahrrad klärt wichtige Fragen rund um die Planung eines ersten Radurlaubs.
Die Bildunterschrift wird in Bälde eingefügt. Sie können uns aber gern auch per E-Mail oder Telefon kontaktieren, wir helfen gerne weiter.https://www.pd-f.deImpressum/Imprint: pressedienst-fahrrad GmbH, Ortelsburger Str. 7, 37083 Göttingen, Germany, T: +49(0)551/9003377-0, info@pd-f.de, www.pd-f.deQuelle/Source: „www.schwaebischealb.de | pd-f“
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1) Für wen eignet sich eine Radreise?

Eigentlich für jede und jeden. „Wir können einen bunten Mix feststellen. Gruppen, Paare, Einzelreisende, aber auch Familien sind mit dem Rad gerne im Urlaub unterwegs“, sagt Barbara Driessen, PR-Managerin Deutschland beim Niederländischen Büro für Tourismus und Convention, kurz NBTC. Ähnlich sieht das Ursula Teufel, Themenmanagerin Rad und Sponsoring beim Tourismusverband Schwäbische Alb: „Wir haben ein komplett gemischtes Bild.“ 

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2) Wann ist die beste Zeit für einen Radurlaub?

Traditionell finden die meisten Radreisen im Mai und Juni statt. Die Temperaturen sind moderater, nicht zu heiß, schwere Gewitter sind selten. Zudem bieten sich die dank Feiertagen verlängerten Wochenenden sowie Ferienzeiten für Mehrtagestouren an. Aber auch in den anderen Sommermonaten sind Radreisen gefragt – dann allerdings eher in Regionen, die nicht zu warm sind. Dazu zählen beispielsweise Küstengebiete und auch Mittelgebirgsregionen.

3) Wie finde ich das passende Reiseziel?

Die beliebtesten Regionen für eine Radreise in Deutschland sind laut Allgemeinem Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) die Küstenregionen, der Bodensee und die großen Flussradwege an Weser, Donau, Rhein oder Elbe. Diese Wege sind überwiegend flach und somit auch für Familien oder ältere Menschen gut geeignet. Doch dank E‑Bikes gewinnen hügelige Regionen immer mehr Fans. Die Radfahrenden trauen sich mehr zu und erobern neue Territorien. „Früher stand Kondition im Vordergrund, heute das Erlebnis“, sagt Ursula Teufel. Die Erlebnisse werden über Social-Media-Kanäle und Erzählungen im Bekanntenkreis geteilt, was wiederum Interesse weckt. Ein gern genutztes Angebot vieler Regionen sind die sogenannte Themenrouten, die das Interesse an Radreisen steigern, weil sie Kultur und Kulinarik mit Aktivität verbinden. Durch eine gute Ausschilderung sorgen sie für Orientierung und Verlässlichkeit.

Beispiel: Van-Gogh-Radweg

Ein Beispiel für einen Themenradweg ist der Van-Gogh-Radweg im niederländischen Drenthe. Entlang von drei Tagesrouten à 50 Kilometern kann man auf den Spuren des Malers wandeln und die Inspiration für seine Bilder nachvollziehen.

4) Wie reise ich am besten an?

Das Schöne an einer Radreise: Man kann direkt an der eigenen Haustür starten. Optional bieten sich auch Anfahrten mit der Bahn oder dem Auto an. Bahnreisende haben den Vorteil, dass sie an einem Bahnhof starten können und an einem anderen die Tour beenden. Aber Vorsicht: Gerade an Wochenenden können Züge schnell voll sein und die Mitnahme eines Rades ist dann nicht mehr möglich. Die Anfahrt mit dem Auto bietet den Vorteil, bergige Regionen leichter erreichen zu können. 

Ein blaues Fahrrad lehnt in einem Zug an Klappsitzen. Am Lenker hängt ein Helm.
Ein blaues Fahrrad lehnt in einem Zug an Klappsitzen. Am Lenker hängt ein Helm.Die Bildunterschrift wird in Bälde eingefügt. Sie können uns aber gern auch per E-Mail oder Telefon kontaktieren, wir helfen gerne weiter.https://www.pd-f.deImpressum / Imprint: pressedienst-fahrrad, Gunnar Fehlau, Ortelsburger Str. 7, 37083 Göttingen, Germany, T: 0049(0)551/5031545, M: 0049(0)171/4155331, F: 0049(0)551/5031457, gf@pd-f.de, www.pd-f.de Quelle/Source [´www.pd-f.de / Thomas Geisler´]
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5) Wo übernachte ich am besten?

Das ist eine individuelle Frage und hängt vom Budget und der Art der Radreise ab. „Eine gängige Übernachtungsmöglichkeit ist es, mit dem Zelt unterwegs zu sein“, weiß Barbara Driessen. Rund ein Fünftel der Radreisenden nutzt laut der aktuellen Tourismusanalyse des ADFC den Campingplatz als Übernachtungsoption. Der Großteil setzt allerdings mittlerweile auf eine komfortablere Übernachtungslösung in Hotel oder Pension. Immer beliebter wird auch, eine feste Unterkunft zu buchen und von dort aus Tagesausflüge absolvieren. „Das Gepäck bleibt in der Unterkunft und man muss kein bestimmtes Ziel erreichen, wenn es schlechtes Wetter gibt“, erläutert Teufel die Vorteile.

6) Wie nehme ich mein Gepäck mit?

Das hängt natürlich von der Art des Urlaubs ab. „Minimalistische Radreisen mit sportiven Rädern und leichtem Gepäck, das sogenannte Bikepacking, hat in den letzten Jahren einen starken Zulauf erhalten“, weiß Peter Wöstmann vom Taschenspezialisten Ortlieb. Durch eine Vielzahl unterschiedlicher Taschen lässt sich selbst eine Campingausrüstung direkt am Rahmen des Rades verstauen. Die klassische Ausrüstung für Trekking- und Reiseräder ist der sogenannte „Six-Pack“ aus zwei Radtaschen für den Gepäckträger, zwei Radtaschen an der Gabel, eine Lenkertasche sowie ein Rack-Pack quer über den Gepäckträger. „Diese Ausrüstung macht beispielsweise Sinn, wenn man eine mehrwöchige Tour absolvieren möchte“, so Wöstmann. Auch eine Option: einen Anhänger nutzen, um Zelt und Campingausrüstung zu transportieren. Aber es gibt auch Alternativen: „An Popularität gewinnen Radreisen mit Gepäcktransport durch den Veranstalter. Das ist insbesondere bei Leuten gefragt, die komfortabel Rad fahren möchten“, weiß Barbara Driessen. 

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7) Und was gehört ins „Handgepäck“?

Eine Radtasche für die Dinge des Alltags sollte man immer dabei haben. Diese kann je nach Gusto entweder am Gepäckträger, am Lenker oder direkt am Rahmen befestigt sein. Sie sollte dabei Platz für wichtige Dinge bieten, die man im Laufe des Tages benötigt. Dazu zählen Geldbeutel, Schlüssel, Proviant, Sonnencreme, Sonnenbrille und eine Regenjacke. Letztere kann bei längeren Abfahrten oder windigen Passagen auch als Windjacke dienen. Auch wichtig: Vorab einen Platz für das Fahrradschloss entweder am Rad oder in der Tasche mit einplanen. Ein Smartphone findet dank spezieller Halterungen am Lenker Platz, wo es zur Navigation genutzt werden kann. Eine Minipumpe, Reifenflicken bzw. ein Ersatzschlauch sowie ein Minitool sollten ebenfalls nicht fehlen. Trinkflaschen können meist an Flaschenhaltern am Rahmen befestigt werden.

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8) Muss ich mein eigenes Rad mitnehmen?

Meistens nein. Viele Regionen bieten für Einsteiger:innen Leihräder an. Bitte vorab informieren und bei Bedarf auch reservieren. „Die Niederländer sind hier supergut organisiert. Zum Beispiel kooperieren Unterkünfte direkt mit den örtlichen Bike-Verleihern“, weiß Driessen. Das Schöne: Man kann im Urlaub auch mal etwas Neues ausprobieren. So war das E‑Bike in den Anfangsjahren ein rein touristisches Thema, bevor es von dort aus in den Alltag Einzug hielt.

9) Wie plane ich eine individuell passende Strecke?

Die Planung einer Radreise kann mit unterschiedlichen Mitteln gestaltet werden. Apps und Routenplaner gewinnen immer mehr Nutzer:innen. Sie bieten den Vorteil, dass sie neben den Kilometern auch die Höhenmeter direkt berechnen. So kann man die Tour besser auf die eigenen Anforderungen oder auch auf die Akku-Reichweite des E‑Bikes abstimmen. Aber: Radreisenden ist oft nicht bewusst, dass es sichere Strecken abseits der stark befahrenen Straßen gibt, da manche Apps lediglich die Hauptrouten anzeigen. „Viele Leute machen deshalb schlechte Erfahrungen. Das sorgt für Verunsicherung und trübt das Raderlebnis“, so die Tourismusexpertin Teufel. Tourismusregionen setzen daher weiterhin auf eine gute Beschilderung, klassische Übersichtskarten sowie gedrucktes Infomaterial. Wichtig am Anfang: Keine zu langen Teilstücke planen. Gerade bei Mehrtagestouren kann man schnell an einen Punkt kommen, an dem man die geplanten Ziele nur mit viel Einsatz erreicht, was den Spaß mindert. Deshalb lieber kurze Etappen planen oder Rundkurse, wo man bei Bedarf auch verkürzen kann. 
 

Eine Person tippt mit dem Finger auf das Display eines Smartphones oder Navigationsgeräts in einer Klarsichthülle auf dem Deckel einer Lenkertasche eines Fahrrades.
Eine Person tippt mit dem Finger auf das Display eines Smartphones oder Navigationsgeräts in einer Klarsichthülle auf dem Deckel einer Lenkertasche eines Fahrrades.Die Bildunterschrift wird in Bälde eingefügt. Sie können uns aber gern auch per E-Mail oder Telefon kontaktieren, wir helfen gerne weiter.https://www.pd-f.deImpressum / Imprint: pressedienst-fahrrad, Gunnar Fehlau, Ortelsburger Str. 7, 37083 Göttingen, Germany, T: 0049(0)551/5031545, M: 0049(0)171/4155331, F: 0049(0)551/5031457, gf@pd-f.de, www.pd-f.de Quelle/Source [´www.ortlieb.com | pd-f´]
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10) Beeinflusst der Klimawandel in Zukunft meine Radreise?

Heißer werdende Sommermonate stellen auch Radreisende vor neue Herausforderungen. Bereits jetzt bemerkt Teufel, dass im Sommer eine Verschiebung von Radreisen aus südlichen Ländern in gemäßigtere Zonen stattfindet. Das wird in Zukunft noch zunehmen. Touristiker achten deshalb darauf, Tourenangebote vermehrt entlang beschatteter Straßen verlaufen zu lassen, damit ein angenehmes Klima herrscht. Aber auch die Radreisenden müssen sich in Zukunft umstellen und ihre Radzeiten bei Hitze anpassen. „Lieber morgens und in den kühleren Abendstunden fahren. In der heißen Mittags- und Nachmittagszeit macht eine Pause, beispielsweise in einem Freibad oder an einem See, Sinn“, rät Teufel. 

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Podcast mit Barbara Driessen und Ursula Teufel

„Radtourismus ist ein wachsender Wirtschaftsfaktor, der noch zu wenig beachtet wird. Neben den Ausgaben für Übernachtung und Verpflegung kaufen sich die Radreisenden meist im Vorfeld auch neues Material für ihre Tour. “
Thomas Geisler
Redakteur

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