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„Austausch ist alles“: Stimmen zum Branchentreffen des VSF

Ende November 2025 hat der Verbund Service und Fahrrad e. V. (VSF) sein 40. Jubiläum gefeiert. Der pressedienst-fahrrad war bei der Jahresversammlung in Leipzig dabei und hat Stimmen eingefangen.
 
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Stand: Dezember / 2025

Der Austausch steht im Mittelpunkt

Der VSF gilt als der wichtigste Fachhandelsverband der Fahrradwirtschaft und vertritt mehr als 390 Fachgeschäfte, Hersteller und Dienstleister. Auch der pd‑f ist seit vielen Jahren Mitglied. Bei der Jahresversammlung zum runden Geburtstag hat pd-f-Geschäftsführer Gunnar Fehlau einen Vortrag zur Geschichte des Fahrrads und der Rolle des VSF gehalten. pd-f-Redakteur H. David Koßmann hat sich vor Ort mit einigen Mitgliedern über die aktuelle Situation unterhalten.

„Ich schätze den Austausch hier“, sagt Philipp Elsner-Krauser, Geschäftsführer von Fahrer Berlin. „Ich habe wahrgenommen, dass auffallend viele Gäste da sind, die sonst nie hier waren – der Chef der Eurobike, die Chefs der Verbände.“ Elsner-Krause sieht die Stimmung in der Branche als „gemischt“. Umso wichtiger sei es, hier zu sein und sich auszutauschen.

Zu früh für eine klare Aussage

Auch Robert Spittler, bei Ortlieb für den deutschen Vertrieb verantwortlich, schätzt den Austausch mit den Händlern. „Dass die Lager voller sind als wir es gerne hätten, ist natürlich schon etwas, das unsere Händler beeinflusst, auch wenn es nicht unbedingt mit uns zusammenhängt, weil wir durch unsere Produktion in Deutschland keine großen Überhänge haben. Aber wenn die Überproduktion von vielen anderen mit in den Markt drückt, dann haben wir natürlich Druck aufs Preisniveau“, so Spittler. Ob die Heilsbronner im kommenden Jahr auf der Eurobike mit dabei sein werden, steht noch nicht fest. Jetzt eine klare Aussage zu treffen, sei zu früh, sagt Spittler. „Aber man muss jetzt abwarten, was passiert. Grundsätzlich braucht die Branche eine Leitmesse. Und natürlich ist diese Eskalation für die ganze Branche schlecht. Ich hoffe, da sind sich alle einig.“

Nähe zum Handel bleibt wichtig

Man suche die Nähe zum Handel. „Das ist für uns ganz wichtig“, betont Rainer König, der in der Vertriebsleitung bei Stevens tätig ist. Er sei zudem froh, dass der VSF so einen guten Job mache. „Uns beeindruckt besonders die Vielzahl der Seminare, die sehr, sehr gut besucht  sind.“ Königs Einschätzung zur Stimmung in der Branche: Die sei sicherlich mal besser gewesen, aber „im Laufe des Jahres habe ich schon Entspannung gespürt.“ Die Vororder für 2026 sei bei Stevens besser als im letzten Jahr, aber noch weit von 2018 oder 2019 entfernt. „Eine Normalität stellt sich noch nicht ein, das wird gerade auch in den Händler-Gesprächen deutlich. Es sind noch reichlich Räder auf Lager“, sagt König. „Wir müssen noch Geduld haben und ein solides Konto im Hintergrund.“

„Wir versuchen, Lösungen zu finden“

Den Dialog schätzt man auch beim Fahrradanhängerspezialisten Croozer. „Wir suchen aktiv den Austausch mit unseren Handelspartnern, um zu verstehen, was sie aktuell bewegt“, erklärt Sascha Wittwer, Vertriebsaußendienst bei Croozer. „Im Markt spüren wir derzeit eine gewisse Vorsicht bei der Platzierung – eine nachvollziehbare Reaktion auf politische und wirtschaftliche Einflüsse.“ Gleichzeitig habe Croozer gezielt in neue Lösungen investiert. „Mit unserem modularen Anhänger Yuuna bieten wir ein Produkt, das durch seine Vielseitigkeit hervorsticht und im Markt seinesgleichen sucht. Ein Anhänger, der Kinder‑, Baby- und Hundesegmente zugleich abdeckt, ist ein klarer Mehrwert für den Handel. Mit Lykke folgt zudem ab nächstem Jahr ein Anhänger, der sich schnell und platzsparend zusammenfalten lässt, ideal für urbane Räume. Wir reagieren auf die aktuellen Rahmenbedingungen mit Innovation, Qualität und attraktiven Konzepten.“ Um diese Chancen zu nutzen, brauche es Initiative auf beiden Seiten: „Händler benötigen unternehmerischen Mut, um auf neue Produktkonzepte zu setzen. Und wir als Hersteller müssen klar kommunizieren, Vertrauen schaffen und Lösungen anbieten. Nur gemeinsam können wir erfolgreich sein.“

 

Frank Regge von Busch + Müller appelliert an die Branche: „Lasst uns den Dialog so fortführen, dass er nicht an den aktuellen Querelen leidet!“ Denn genau den schätze er am VSF. „Seit 40 Jahren haben wir einen konstruktiven, kritischen, aber immer ehrlich gemeinten Austausch, der die Produkte am Rad besser machen soll und besser macht“, sagt Regge. „An dieser Stelle also einfach mal: Herzlichen Glückwunsch.“

Stefan Fuchs, Teil der Geschäftsleitung VSF

„Wir sind absolut glücklich mit dieser Jahresversammlung. Wir haben so viele tolle Menschen hier, die den VSF feiern und die Zeit mit uns genießen. Es ist wahnsinnig viel passiert: Wir haben 40 Jahre VSF gewürdigt; wir haben ganz viel zum Jetzt gearbeitet. Händler waren da, Hersteller, Dienstleister. Also wir sind jetzt einfach nur glücklich. Danke an alle, die da waren.“

 

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