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„Nicht aufhören, sonst ist es für immer“: 80-Jährige weiter auf Spendenradtour

Spende & Überraschung beim jährlichen Tourenstopp von Marta Binder in Hannover!
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Stand: Juli 2026

Pressemitteilung

Aktiv bleiben, sich engagieren, anderen Chancen eröffnen: Für Dr. Marta Binder gehört das Radfahren längst zum Lebensmodell. Die pensionierte Kinderärztin ist in diesem Jahr 80 geworden und hat auf ihrem Tacho inzwischen weit über 50.000 Radkilometer für den guten Zweck gesammelt. Auch 2026 fördert linexo by Wertgarantie ihr Engagement mit einer Spende an die Hilfsorganisation Opportunity International Deutschland. Beim jährlichen Tourenstopp in Hannover erlebte Marta zudem eine Überraschung: Zusätzlich zur Spende unterstützt linexo Marta beim Kauf eines neuen, leichten Bikes. Damit soll sie auch in Zukunft sicher und komfortabel unterwegs sein.

Seit 2013 radelt Marta quer durch Deutschland und in Europa. Für jeden Radkilometer sammelt sie Spenden für Mikroschulen in Ghana, die Kindern den Zugang zu Bildung erleichtern. Familie, Freundeskreis, Unternehmen und langjährige Partner wie die Wertgarantie Group unterstützen sie dabei. Der Versicherer und Fahrradleasing-Anbieter etwa spendet seit 2014 einen Euro pro gefahrenem Kilometer. Stand Juni kann Marta so bereits auf eine Spende über mindestens 2.300 Euro in diesem Jahr zählen.

„Einen eigenen Antrieb zu finden, hilft. Ich weiß, warum ich fahre: Ich will Kindern ermöglichen, zur Schule zu gehen und eine Grundbildung zu bekommen“, sagt Marta. Ihre Botschaft: Bewegung, Selbstständigkeit und gesellschaftliches Engagement kennen kein Alter. Mit regelmäßigen Etappen, angepasstem Tempo und passender Ausstattung bleibt sie mobil. „Solange man fährt, bleibt man in Bewegung. Man darf in meinem Alter mit nichts aufhören, sonst ist es für immer“, so Marta.

Spende für Bildung: Radkilometer, die Zukunft schaffen

Als Botschafterin von Opportunity International Deutschland hat Marta in den vergangenen 14 Jahren bereits einen sechsstelligen Betrag an Spenden für Mikroschulen in Ghana zusammengetragen. 

Die Hilfsorganisation arbeitet mit Mikrokrediten, die einerseits den Schulaufbau und andererseits das Schulgeld unterstützen. So entstehen Schulen in Regionen, in denen Bildungsangebote fehlen. Besonders Mädchen profitieren davon, weil sie mehr Zugang zu Unterricht bekommen und später selbst auf Bildung für ihre Kinder achten.

„Mit Martas Engagement verbinden sich zwei starke Ideen: faire Bildungschancen und aktive, gesunde Mobilität“, sagt Viktoria Zwerschke, Vorständin von Opportunity International Deutschland. „Jeder Kilometer, den sie fährt, investiert in die Zukunft von Kindern. Das wirkt über Generationen.“

Mobil bleiben: Kopf frei für den guten Zweck

Auf ihren Touren verlässt sich Marta seit vielen Jahren auf den Komplettschutz von linexo. Pannen, Diebstahl, Verschleiß oder anderen Schäden regelt der Versicherer für die Spendenradfahrerin. So bleibt der Kopf frei für Streckenplanung, Begegnungen unterwegs und das Sammeln von Radkilometern. 

Mit einem Gutschein für ein leichtes Bike unterstützt linexo Marta zusätzlich: Ein moderner Rahmen, komfortable Geometrie und auf sie abgestimmte Ausstattung sollen das Radfahren auch in den kommenden Jahren so angenehm wie möglich machen. Denn Martas Ziel bleibt sportlich: Die zweite „Erdumrundung“ auf dem Rad voll machen und noch mehr Spenden sammeln.

Interview: „Ohne etwas damit zu erreichen, würde ich den Masochismus nie aufbringen“

Marta Binder und Opportunity International verbindet ein langjähriges Engagement: Seit 14 Jahren ist Marta auf Spenden-Radtour. Die gesammelten Gelder kommen der Schulbildung von Kindern in Ghana zu Gute. Inzwischen zum 12. Mal ist ein Halt in Hannover bei der Wertgarantie Group und deren Marke linexo in der jährlichen Routenplanung gesetzt. Zum diesjährigen Besuch in Niedersachsens Hauptstadt gesellte sich auch Opportunity International Vorständin Viktoria Zwerschke. Gemeinsam sprechen Marta und Viktoria über das Radfahren im Alter, Martas Motivation und Wirkung und die Rolle von Medienberichterstattung beim Fundraising-Erfolg. 

Marta, in Gesamtkilometern bist du schon mehr als einmal um die Welt geradelt. Was sagt der Tacho gerade?

Marta: In diesem Jahr sind es bisher etwa 2.300 Kilometer. Insgesamt liege ich inzwischen bei rund 55.000 Kilometern. Ich bin also immer noch auf dem „Rückweg“ von meiner virtuellen Weltumrundung. Das Ziel ist ja: 80.200 Kilometer, also eine zweite Runde.

Du bist auf deiner Spendenradtour häufig mehrere Tage hintereinander unterwegs. Manche mögen meinen, lange Strecken seien nichts mehr fürs Alter. Was entgegnest du?

Marta: Solange man fährt, bleibt man in Bewegung. Wenn man aufhört, baut man in kurzer Zeit ab – und dann kann man wirklich nicht mehr. Man darf in meinem Alter mit nichts aufhören, sonst hört man für den Rest des Lebens damit auf.

Und wie sehr gehört das Rad auch im Alltag zu deinem Leben?

Marta: Ich habe mein Auto abgegeben. Ich gehe zu Fuß, fahre mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Allerdings: Spazierengehen ist für mich eher Arbeit als Vergnügen. 80 Kilometer mit dem Rad sind für mich einfacher als 3 Kilometer zu Fuß.

Benutzt du Hilfsmittel oder tust du dich damit schwer? 

Marta: Ich habe schon vor Jahren mein Fahrrad mit einem kleinen E‑Bike Motor, einem Velospeeder, nachgerüstet. Mir einen Rollator zu kaufen hingegen war schon eine Überwindung. Aber die Alternative wäre, gar nicht mehr zu gehen. Also, Hilfsmittel sind kein Makel, sie halten mich mobil
Spendenradtour: „Ich weiß genau, warum ich mir das antue“

Und was motiviert dich an anstrengenden Tagen, weiterzufahren?

Marta: Ohne das Ziel, damit etwas zu erreichen, würde ich mir diese Anstrengung nicht antun. Es ist oft ziemlich hart. Aber ich weiß, warum ich es mache: Ich will Kindern ermöglichen, zur Schule zu gehen und eine Grundbildung zu bekommen. 

Wie viel hast du mit deinen „Radkilometern“ schon bewirkt?

Marta: Als ich meine erste „Erdumrundung“ – etwa 40.000 Kilometer – voll hatte, stand sinnbildlich: ein Kilometer, ein Kind. Damals waren das ungefähr 40.000 Kinder, die in Mikroschulen gehen konnten. Inzwischen sind es deutlich mehr.

Warum liegen dir die Mikroschulen in Ghana so am Herzen?

Marta: Dank Mikrokrediten können auch in ärmeren Gegenden Schulen entstehen. Bildung ist der Schlüssel! Besonders wichtig ist mir, dass dort viele Mädchen in den Klassen sitzen. Jedes Mädchen, das zur Schule geht und später Mutter wird, achtet darauf, dass auch ihre Kinder zur Schule gehen. So wirken wir auch in die nächste Generation hinein.

Viktoria, wie funktionieren diese Mikroschulen genau?

Es sind einfache Schulen in armen Vierteln, finanziert über kleine Schulgebühren und Mikrokredite. Wir arbeiten mit lokalen Banken zusammen, senken über Garantien die Zinsen und stärken so Schulen und Eltern. Die Schulleitungen können planen, Lehrkräfte einstellen, Gebäude ausbauen. Das schafft Arbeitsplätze und verbessert die Bildung vor Ort.

Und wie sieht es mit dem Unterrichtsmaterial aus? 

Viktoria: Unsere Arbeit endet nicht bei der Infrastruktur: Wir stärken auch die Qualität des Unterrichts. Dazu schulen wir Lehrkräfte und stellen über eine digitale Plattform Unterrichtsmaterialien bereit – passgenau zu den Lehrplänen und Vorgaben in Ghana. So erhalten auch Lehrkräfte ohne formale Ausbildung das nötige Handwerkszeug, um guten, wirksamen Unterricht zu gestalten. 
Engagement: „Wenn […] eine 80-Jährige mit Rollator im Alltag und mit dem Rad für andere kämpft, bewegt das etwas“

Marta hat in den letzten Jahren nicht nur Spenden, sondern auch mediale Reichweite gesammelt. Wie wichtig ist, dass über Spendenprojekte berichtet wird?

Marta: Sehr wichtig. Wenn man Spenden sammeln will, ist man darauf angewiesen, dass die Geschichte erzählt wird. Nicht nur da, wo ich selbst auftrete, sondern auch in Zeitungen und Magazinen. 

Viktoria: Für uns sind solche Beiträge Gold wert. Wir investieren unsere Mittel lieber in Projekte als in Werbung. Von jedem Euro fließen 0,87 Euro direkt in die Projekte und nur 0,13 Euro in Verwaltung und Fundraising. Da sind starke Geschichten wie Martas Engagement unbezahlbar. 

Über sie entstehen Artikel, Gespräche, Empfehlungen. Nicht nur Spenden steigen dadurch. Auch das Bewusstsein dafür, dass Engagement wirkt. Wenn Menschen sehen, wie eine 80-Jährige mit Rollator im Alltag und mit dem Rad für andere kämpft, bewegt das etwas.

Die besten Geschichten schreibt das Leben. Erzähl doch mal, Marta, gibt es aus den letzten Jahren eine besondere Situation auf dem Rad?

In diesem Jahr ist mir in Frankreich eine Pedale abgebrochen. Mit nur einer Pedale zu fahren, ist ziemlich umständlich. Ich war unschlüssig, wie ich weiterkommen soll. Die nächsten Anwohner, denen ich begegnet bin, habe ich also nach einem Fahrradgeschäft in der Nähe gefragt. Die beiden Männer haben sich kurzerhand mein Rad angeschaut und gesagt „Das bekommen wir hin“! Der eine ist zu seiner Garage, hat von einem alten Fahrrad eine Pedale abmontiert und an mein Rad geschraubt. Es hat problemlos gepasst! Diese Begegnung war sehr schön – ein Stück gelebte Fahrrad-Community.

Und als nächstes, welche Stopps sind auf deiner Spendenradtour als nächstes geplant?

Marta: Ich folge Einladungen immer gerne! Dieses Jahr stehen unter anderem die Lüneburger Heide, Leipzig und verschiedene Orte im Osten auf dem Plan. Außerdem besuche ich Menschen, die ich seit Jahren immer wieder anfahre. Es liegen hoffentlich noch viele Kilometer vor mir – und ich hoffe, dass ich sie alle noch fahren darf. 

Ende der Originalmeldung

 

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