Schäden, Ursachen und Kosten: Neue Studie von Linexo
Erste Ergebnisse
- 56 % der Schäden am Fahrrad sind auf Abnutzung zurückzuführen, bei E‑Bikes sind es rund 38 %
- knapp unter 20 % der Befragten wurde bereits das Fahrrad geklaut, bei 11 % wurden Teile entwendet
- bei Unfällen wurden die Radfahrenden meist übersehen
- Dooring-Unfälle sind eher selten, können dafür aber fatal ausgehen
- nahezu jedes zweite Fahrrad ist nicht versichert, obwohl Reparaturen und Diebstahlersatz bei E‑Bikes besonders zu Buche schlagen
Schäden am Bike
Häufigste Schadensursache ist der Verschleiß. Mehr als die Hälfte aller Defekte an Fahrrädern und mehr als ein Drittel bei E‑Bikes gehen darauf zurück. Als zweite Gruppe folgen eigenverursachte Schäden, wozu auch Reifenpannen zählen. Rund jeder Fünfte unter den Befragten, die schon einmal einen Schaden erlitten haben, wurde Opfer eines Diebstahls, was ein hoher Kostenfaktor ist. Einzelunfälle und Unfälle mit Dritten sind seltener Ursache für Schäden am Bike. Der Totalschaden als Unfallfolge gehört aber – wie der Diebstahl – zu den teuersten. Bei E‑Bikes sind technische Defekte mit rund 20 Prozent ebenfalls ein Problem.
Verschleißteile
Am häufigsten tritt Verschleiß am Reifen auf. Neben defekten Reifen zählen auch Schläuche und Speichen zu den Teilen, die merklich über die Jahre verschleißen können. Auf Platz zwei folgen die Bremsen. Hier schlägt ein regelmäßiger Austausch der Bremsbeläge und das Entlüften der hydraulischen Bremssysteme positiv zu Buche. Auf Platz drei folgen Kette und Antrieb. Ohne regelmäßige Pflege wird hier ein Verschleiß, z. B. durch Rost, beschleunigt. Bei Lichtdefekten kann es sich um beschädigte Kabel oder Probleme mit dem Dynamo handeln. Bei modernen Rädern mit Nabendynamo ist Zweiteres allerdings selten der Fall. Auch interessant: Sättel, Griffe und Pedale sind an Fahrrädern öfter von Verschleiß betroffen als bei E‑Bikes, was vermutlich an der längeren Nutzungszeit liegt. Da E‑Bike-Fahrende ihr Rad womöglich noch nicht so lange haben, gehört ein zerschundener Sattel noch nicht zu den Verschleißteilen. Eine weitere Möglichkeit: E‑Bikes werden aufgrund ihres höheren Wertes überdacht abgestellt und die Komponenten sind seltener Wind und Wetter ausgesetzt. Außerdem kommt bei E‑Bikes noch der Verschleiß des Akkus hinzu, insbesondere, wenn er im Winter falsch gelagert wird. Reparaturen am Akku als eines der teuersten Bauteile oder dessen Ersatz sind im Portemonnaie deutlich spürbar.



