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Wie man Verschleißkosten am Rad minimiert

Verschleiß ist am Fahrrad und E-Bike die häufigste Schadensursache. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Studie des Fahrradversicherers und Leasing-Anbieters Linexo by Wertgarantie. Reparaturen können dabei schnell ins Geld gehen. Sie sind aber notwendig, um schwerere Unfälle zu vermeiden. Regelmäßige Pflege und Wartung des Rades erfüllen deshalb eine wichtige Präventionsfunktion – finanziell und in Sachen Fahrsicherheit, wie der pressedienst-fahrrad zeigt.
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Stand: Maerz / 2026

Jährlich befragt der Fahrradversicherer und Leasing-Anbieter Linexo by Wertgarantie rund 6.000 Fahrrad- und E‑Bike-Besitzer:innen zu Schäden an ihren Rädern. Die Ergebnisse der Studie zeigen: Die häufigste Schadensursache ist seit Jahren der Verschleiß von Fahrradteilen – Abnutzung führt mit mehr als 56 Prozent am Fahrrad und 37 Prozent am E‑Bike die Schadensursachen an, deutlich vor Diebstahl. Am häufigsten betroffen sind Reifen, Bremsen, Ketten und Zahnräder. Danach folgen eigenverschuldete Schäden wie Reifenpannen oder Oberflächenschäden durch ein umstürzendes Rad. „Versicherer sprechen in diesem Fall von unsachgemäßer Handhabung“, erklärt Sören Hirsch, Bereichsleitung Bike bei Linexo. Gründe für Verschleiß sehen die Befragten vornehmlich in alterungs- und nutzungsbedingter Materialermüdung. Aber auch mangelnde Pflege und fehlende Wartung werden genannt. Die punktuell anfallenden Kosten sind bei Verschleißreparaturen zwar meist nicht so hoch wie bei einem Diebstahl oder Unfall, können sich aber auch über die Zeit summieren bzw. bei größeren Reparaturen doch auch mal teuer werden. Eine regelmäßige Wartung ist deshalb wichtig und kann schon mit wenigen einfachen Handgriffen erfolgen.

Mehr zur Studie

Für die weitere Recherche zu den Hintergründen stellen wir Ihnen die komplette Studie von Linexo kostenlos zum Download zur Verfügung.

Richtiger Luftdruck ist essenziell für Sicherheit

Die meisten Schäden passieren am Reifen. Die Reifen sind am Fahrrad oder E‑Bike die einzigen Punkte, die direkten Kontakt zum Untergrund haben. „Wenn nicht der richtige Luftdruck im Reifen ist, kann das gefährlich werden. Vielen Leuten ist nicht bewusst, dass der richtige Reifendruck essenziell für sicheres Radfahren ist“, erklärt Anika Ochel, Head of Marketing beim Luftpumpen- und Schutzblechanbieter SKS Germany. Verschleiß, Abnutzung, Reifenpanne, ein technischer Defekt oder im schlimmsten Fall ein selbstverschuldeter Sturz können laut Ochel zusammenhängen und auf einen falschen Reifendruck zurückzuführen sein. Ein zu hoher Reifendruck mindert die Traktion, Kontrolle und Komfort, ein zu geringer kann zu Schäden wie einem Platten oder stärkerem Verschleiß führen. „Während sportliche Fahrer:innen den Reifendruck regelmäßig kontrollieren, vergessen Alltagsfahrer:innen oft das Nachpumpen“, weiß Ochel. Eine generelle Regel, wie viel und wie oft man nachpumpen soll, gibt es nicht. Deshalb ist eine Kontrolle mit einem Reifendruckmesser oder eine Pumpe mit Manometer Pflicht. Die richtigen Angaben zum Reifendruck findet man auf der Reifenflanke. Je nach Untergrund und Beladung kann man mit dem Druck ein wenig variieren, sollte aber im angegebenen Bereich bleiben. „Das ist von den Reifenherstellern schlau entwickelt“, sagt Ochel.

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Fahrradpumpe mit Fahrradreifen
Fahrradpumpe mit FahrradreifenStandpumpen mit Manometer helfen, den richtigen Druck in den Fahrradreifen zu pumpen.https://www.pd-f.deImpressum / Imprint: pressedienst-fahrrad, Gunnar Fehlau, Ortelsburger Str. 7, 37083 Göttingen, Germany, T: 0049(0)551/5031545, M: 0049(0)171/4155331, F: 0049(0)551/5031457, gf@pd-f.de, www.pd-f.de Quelle/Source [´www.pd-f.de / Kay Tkatzik´]
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Kettenpflege spart Geld!

Ähnlich wie beim Reifenaufpumpen verhält es sich mit dem Reinigen des Antriebs: Während Radsportler:innen regelmäßig ihre Kette mit Kettenöl oder Kettenwachs pflegen, steht das Thema bei Alltagsfahrer:innen eher selten auf der Agenda. Verschleißschäden an der Kette gehören aber mit zu den häufigsten Defekten und können leicht vermieden werden. „In der Regel reicht hin und wieder ein Blick, wie viel Schmutz auf der Kette ist. Grobe Verschmutzungen kann man einfach mit einem Lappen entfernen. Das bewirkt schon einiges“, verrät Valentin Messner, Markenbotschafter des Pflegemittelherstellers Muc-off. Bei einem verschmutzten Antrieb steigen der Verschleiß und damit die Kosten sowie die Gefahr von Fehlfunktionen. Das kann im Extremfall bis zu einem Kettenriss und einem daraus resultierenden Sturz führen. „Die Kette ist deshalb sicherheitsrelevant“, warnt Messner. Dem stimmt Elmar Keineke aus dem Marketing von Universal Transmissions zu: „Wenn es eine Geräuschentwicklung gibt, sollte man handeln. Versucht man den Schaden zu ignorieren, tritt meist ein größerer Schaden auf, der Kosten verursacht, die vermeidbar wären.“ Messner rät deshalb: „Nicht nur das Putzen, sondern auch das Pflegen ist wichtig. Wenn unsere Hände rissig werden, cremen wir sie ein. So braucht das Fahrrad auch mal ein Pflegespray, damit es nicht rissig wird.“ Fahrradpflegemittel dienen dem Korrosionsschutz, die richtigen Schmiermittel erhöhen die Schmierung und verlängern so die Lebensdauer. Messner rät deshalb, ein Reinigungsmittel, einen Kettenreiniger, ein Kettenöl sowie ein Pflegespray zu Hause zu haben und regelmäßig anzuwenden.

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Riemenantrieb vermindert Verschleiß

Im Bereich City‑, Trekking‑, Reise und Mountainbike hat sich in den letzten Jahren der Riemenantrieb als eine wartungs- und verschleißarme Lösung etabliert, die keine Schmierung benötigt. Insbesondere bei der Kombination von Mittelmotor und Nabenschaltung oder integrierter Motor- und Getriebeeinheit, wie sie an vielen City- und Trekking-E-Bikes genutzt wird, zeigt der Antrieb seine große Stärke: Der Antriebsstrang ist bei hohen Drehmomenten, die durch die Kombination aus Motor- und Beinkraft entstehen, deutlich robuster und weniger schadensanfällig. So soll der Riemenantrieb rund dreimal länger halten als eine vergleichbare Fahrradkette – bei weniger Pflegeaufwand. Doch kein Antriebssystem ist frei von Schäden. Deshalb gilt auch beim Riemen: regelmäßig Schmutz entfernen. „Verschmutzung verkürzt die Lebensdauer. Wenn es zu Geräuschentwicklungen kommt, einfach den Dreck mit warmem Wasser entfernen“, rät Keineke. Und ganz wichtig: Keine Schmierung! Dadurch wird mehr Dreck angezogen, was den Verschleiß erhöht. Lediglich eine spezielle Riemenversiegelung kann bei Bedarf aufgetragen werden.

E-Bike in Großaufnahme vor blauem Himmel.
E-Bike in Großaufnahme vor blauem Himmel.Ein wartungsarmer Riemenantrieb sorgt ist bei E-Bikes im City-Segment mittlerweile mehr als eine Alternative.https://www.pd-f.deImpressum/Imprint: pressedienst-fahrrad GmbH, Ortelsburger Str. 7, 37083 Göttingen, Germany, T: +49(0)551/9003377-0, info@pd-f.de, www.pd-f.de Quelle/Source: „www.pd-f.de | Phil Pham“
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Versicherungen bieten Einsparpotenziale

Die Beispiele zeigen: Verschleißschäden lassen sich zwar nicht komplett vermeiden, aber mit wenigen Handgriffen minimieren. Was bei der Linexo-Umfrage allerdings auch auffällt: Über 90 Prozent der Verschleißschäden (bei Fahrrädern) bzw. 75 Prozent (bei E‑Bikes) werden nicht an Versicherungen gemeldet. Ebenso verhält es sich bei technischen Defekten, eigenverschuldeten Schäden und Unfällen ohne Dritte, wie Stürze. Aber: Versicherungen würden die angezeigten Schäden zu rund 70 Prozent vollständig und zu etwa einem Viertel teilweise übernehmen. Nur selten werden Schäden ganz abgelehnt, z. B. bei unsachgemäßer Handhabung. Daraus resultiert ein Einsparpotenzial für die Radfahrenden: Verschleißreparaturen kosten bei E‑Bikes laut Linexo durchschnittlich rund 213 Euro, bei Fahrrädern rund 120 Euro. In den nächsten Jahren könnten Reparaturen noch teurer werden, da Lohnkosten in Werkstätten und bei Materialkosten steigen. Eine Versicherung kostet hingegen beispielsweise bei einem 3.000-Euro-E-Bike bei Linexo jährlich 119 Euro bzw. 95 Euro im „High Security Tarif“ – und deckt Raddiebstahl und mögliche Unfallkosten ebenfalls mit ab. „Der Verschleißschaden ist ein wichtiger und lukrativer Baustein der Versicherungsleistung. Die Nachfrage danach ist aktuell sehr, sehr hoch“, so Sören Hirsch. Im Jahr 2025 konnte Linexo rund 150.000 Neukund:innen begrüßen, 2026 will man die eine Million-Marke an Kund:innen knacken.

„Durch ein wenig Pflege werden Verschleißschäden an Fahrrädern und E-Bikes deutlich minimiert. Mit ein paar Minuten Pflegearbeit kann man richtig Geld einsparen. “
Thomas Geisler
Redakteur

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