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Sabine Spitz Haibike ProTeam: Premiere im Dschungel
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Donnerstag, 24. April 2014

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Zweiter Weltcup im tropischen Cairns, schwierige Bedingungen, Premiere für Sabine Spitz

Das Osterfest 2014 wird dem Sabine Spitz HABIKE Pro Team sicherlich noch länger in Erinnerung bleiben. Statt Osterhase und Ostereier waren es eher Schlangen und Kängurus die die Wege des dreiköpfigen Teams kreuzten. Seit Gründonnerstag weilt das Sabine Spitz HAIBIKE Pro Team im tropischen Cairns, das ganz im Nordosten von Australien gelegen, den Rahmen für den zweiten Mountainbike Weltcup der Saison am kommenden Wochenende bilden wird. Die Reise dahin war – obwohl direkt von Südafrika aus angetreten – lang und beschwerlich. Die Stimmung war trotzdem gut. Denn das erste Zusammentreffen der weltbesten Mountainbiker 2014, war durchaus geeignet von einem erfreulichen Weltcup Start sprechen zu können. Vor allem Rang 6 von Sabine Spitz (Murg) bedeutete für sie ein gelungenes Weltcup-Comeback „Leistung wenn es darauf ankommt“ könnte man auch sagen. Aber genau dass ist es, was die Olympiasiegerin schon in ihren nunmehr 20 Jahren Mountainbike-Rennsport immer besonders auszeichnete.

Daran wollen die Sportlerinnen in Australien anknüpfen. Darüber hinaus wird es dort für Sabine Spitz eine echte Premiere geben. Erstmals geht sie bei einem Mountainbike Sprint-Eliminator (XCE) an den Start und das gleich im Weltcup. „Ich hatte eigentlich schon länger vor, dass einmal zu versuchen. Jetzt hier in Cairns passt es ganz gut“ sagt die 42järige zum Start in der recht neuen Mountainbike-Disziplin. Dass diese Kurzeitbelastung – pro Lauf ca. 2 Min. – eher auf die Fähigkeiten der jungen Athletinnen zugeschnitten ist, stört sie nicht. „Das hält jung“ lacht sie und ergänzt: „Klar werde ich hier nicht um Sieg oder Medaillen fahren. Aber mal sehen wie es geht. Mann sollte immer offen für Neues sein“. Ihre Schweizer Teamkollegin Kathrin Stirnemann zählt dagegen im Sprint klar zu den Favoritinnen. Letztes Jahr hatte sie den Sieg in der Weltcup-Gesamtwertung nur ganz knapp verpasst. Das soll sich dieses Jahr ändern. „Mein Ziel ist es den Gesamtweltcup zu gewinnen“ sagt sie selbstbewusst. Den Grundstein dazu will sie schon im ersten XCE-Weltcup des Jahres legen.

Das große Finale des zweiten Weltcup-Wochenendes ist am Sonntag die Mountainbike Königsdisziplin Cross-Country (XCO). Dort will neben Sabine Spitz vor allem Adelheid Morath (Freiburg) glänzen. In Südafrika auf dem Weg zur einer Top Platzierung noch gestürzt, möchte sie dieses Mal unbedingt den Sprung auf Podium schaffen. „Ich habe mich in Südafrika sehr stark gefühlt. Dass will ich hier jetzt in eine Top-Platzierung verwandeln. Die Strecke mit dem langen Anstieg liegt mir“ schaut sie optimistischen auf den Sonntag.

Das tut auch Sabine Spitz. Zwar ist der Anstieg für ihren Geschmack ein wenig zu lang, aber sie hat in der Vergangenheit schon oft bewiesen, sich trotzdem gut behaupten zu können. Als Einzige Athletin im Feld, ist ihr das Gelände im Dschungel von Cairns nicht ganz fremd. Vor 18 Jahren machte Sabine Spitz hier schon einmal Station. Es waren 1996 ihre zweiten Mountainbike-Weltmeisterschaften, die sie damals in Australien bestritt. „Ich geben zu, dass mir nicht mehr allzu viele Erinnerungen von damals präsent sind. Es war für mich als junge Athletin eine tolle Erfahrung die mich weitergebracht hat“ erzählt sie. Die eine oder andere Passage auf dem fünf Kilometer langen „Trail durch den Regenwald“ kommt ihr trotzdem noch bekannt vor. Wo aber früher Lehm und Dreck in den Abfahrten waren, finden sich heute aufeinander gestapelte Felsen, die die Strecke sehr anspruchvoll machen. „Es ist ein schöner Kurs“ findet Sabine Spitz trotzdem. Er ist natürlicher als in Südafrika und hat vor allem auch in den Anstiegen viele technische Passagen. Dass schon mehrfach Schlangen auf der Runde gesichtet wurden, „lässt zugegebener Maßen ein wenig ein mulmiges Gefühl mitfahren“. Doch spätestens seit der Trainings-Betrieb zugenommen hat, dürfte auch dieses Problem gelöst sein. Die tropischen Bedingungen in Cairns bleiben aber. Mit zu erwarteten rund 85% Luftfeuchtigkeit und 30°C wird das „Sauna“ Klima eine besondere Belastung für die Mountainbikerinnen werden.

© Foto by: Armin Küstenbrück

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