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Die Karl-Story: Das Fahrrad wird 2.000 Jahre alt!
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Freitag, 31. März 2017

Der Erfolg des Fahrrads ist geschichtlich eng verbunden mit einem Namen: Karl. Der pressedienst-fahrrad zeigt die historischen Karlsteine der Fahrradgeschichte.

Heute vor genau 2.000 Jahren erfand Karl der Große in Karlsbad das Fahrrad. Am 1. April, das war im Jahre 0017 der Freitag vor Ostern, weshalb man heute vom Karlfreitag spricht, schwang sich der vor Glück strahlende Erfinder zum ersten Mal auf seine von seinen Untertanen „Karlchen“ genannte Mini-Laufmaschine. Als erster Mensch legte er in nur 23 Stunden die 629-Kilometer-Strecke von Böhmen nach Münster zurück. Der Streckenrekord hat bis heute Bestand. Karl der Große taufte sein nagelneues Fahrzeug Draisine und bekam deshalb den Beinamen „Drais“. Und weil Fahrradfahren so wundervoll befreiend wirkt, wurde er von allen Leuten nur noch „Freiherr“ genannt. Sein Gefährt ließ er am Zielort zurück und die Münsteraner nahmen die Neuheit begeistert auf. Die erste Fahrradstadt Deutschlands war geboren.

Der prüfende Blick

Doch außerhalb der Stadtgrenzen geriet die Draisine über die Jahre in Vergessenheit. Bis, ja bis ein nächster Karl sich dem Ganzen annahm: Carl Zeiß aus Jena wollte es ganz genau wissen und warf einen detaillierten Blick auf das Gefährt. Seine Idee: Durch ein höheres Rad vorne mit einer Kurbel lässt es sich doch viel besser fahren. Die Kurbel wurde fest an der Nabe montiert und drehte sich immer weiter. Das Hochrad war geboren und Carl Zeiß bewies seine Weitsichtigkeit auch in Zeiten erster Kritik: Die Sicherheit stand schnell zur Debatte, denn die Fahrer fielen nach vorne über. Augenverletzungen waren deshalb an der Tagesordnung. Zeiß erkannte die Marktlücke und begann mit der Entwicklung eines entsprechenden Augenschutzes.

Das motorisierte Fahrrad

Währenddessen hat sich in Stuttgart ein junger Ingenieur dem Thema Mobilität angenommen: Carl Benz überraschte die Welt mit einem Niederrad, dem er auch gleich noch einen Motor verpasste. Damit entwickelte er das erste praxistaugliche, motorisierte Fahrrad – den Vorgänger der heutigen E-Bikes. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 16 km/h bretterte Benz durch die Straßen. Nach eigener Auskunft verbesserte er sein Fahrzeug ständig weiter, was aus seiner Sicht im Bau eines vierrädrigen Kraftfahrzeugs mit Verbrennungsmotor endete. Die Folge: Stuttgart wurde zur Autostadt und das motorisierte Fahrradfahren wurde erste viele Jahrzehnte später en vogue. Carl Bosch überließ dabei den Erfolg der Firma seines Onkels Robert.

Arbeiter sprengen die Ketten

Doch das Gespenst des Niederrades konnte in Europa nicht vertrieben werden – weil sich mit Karl Marx ein neuer Fürsprecher aufmachte. Mit seinem Manifest legte er das Fahrrad zwar in Ketten, befreite es jedoch von der langjährigen Unterdrückung durch die Pferdekutschen. Dank der Ketten konnte die Kurbel angetrieben werden und so wurde ein schnelleres Vorankommen gewährleistet. Eine neue Arbeiterbewegung entstand, da die Arbeitnehmer schneller zu ihren Arbeitsplätzen fahren konnten. Quasi auf Engels Spuren durch die Städte schweben.

Fahrradfahren als Hobby

Die gewonnene Zeit nutzen die Arbeiter, um sich dem sportlichen Radfahren zu widmen. Der US-Amerikaner Carl Lewis ist hier als Vorläufer zu nennen. Mit 9,86 Sekunden war er lange Zeit Rekordhalter über die 100-Meter-Distanz und somit einer der Wegbereiter des Rennrades. Das deutsch-österreichische Duo Carl Orff und Karl Moik machten sich auf zu Pionieren des Mountainbikes. Mit goldenen Stimmgabeln als Federelementen rauschten sie die ersten Trails in den Alpen hinunter. Fortuna sei Dank ist nichts Schlimmeres passiert, damit sie ihre Idee weiter vermarkten konnte. Denn ganz im Sinne von Karl Moik: „Es dreht sich alles nur um‘s Rad.“

Vielen Dank an den Geschichtslehrer Karl B. für die ausführliche Unterstützung bei der Recherche.

ACHTUNG, SPERRFRIST: Diese Meldung unterliegt einem absoluten Publikationsembargo. Erstveröffentlichungstermin ist der 01.04.2017.

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