Menü ☰ ☰ Login
& Suche
644
Ein Mann fährt auf einem Fahrrad durch ein Wohngebiet.

Mitten im vielfältigen Geschehen – zwei Wochen zu Besuch beim pd‑f
Den Artikel als PDF herunterladenPost to FacebookPost to TwitterPost on XingPost on LinkedIn

Donnerstag, 6. Oktober 2022

Huch, ein neues Gesicht? Ja und nein. Ich bin Sebastian Gengenbach und eigentlich Volontär bei den Fachmedien Velobiz.de und Veloplan. Auf Anraten unserer Chefs haben velonauten- und pd-f-Volontär Martin Dinse und ich einen Tausch vereinbart. Bereits vor ein paar Monaten hat Martin für zwei Wochen in meinen Arbeitsbereich hineingeschnuppert. Nun war ich zwei Wochen an der Reihe und zu Gast beim pressedienst-fahrrad in Göttingen.

Meine Tage fielen – nicht ganz zufällig – auf eine umtriebige Zeit. Im Zuge des Fahrradherbstes, einer Testveranstaltung für Medienvertreter:innen, gingen ebendiese am Firmensitz des pd‑f ein und aus, begutachteten Fahrräder und testeten sie ausgiebig. Dabei war zum einen das Fachwissen der Pressedienstler zu den Key-Features der Räder gefragt, zum anderen aber auch ihre Ortskenntnis. Viele Besucher:innen waren zwar Wiederholungstäter, wenn es um Test-Events beim pd‑f geht, und schienen sich in und rund um Göttingen gut auszukennen. Aber gerade für längere Testfahrten musste beziehungsweise durfte das pd-f-Team selbst zu Helm und Lenker greifen und in die Pedale treten. So schnell mutieren die vermeintlichen Schreibtischjobs hier zu denen von Gästeführern oder Mountainbike-Guides.

Porträt des Fahrradjournalisten Sebastian Gengenbach.

Mittendrin beim Fahrradherbst war auch ich, wenn auch ohne redaktionellen Auftrag. Als Fachjournalist ist mein Interesse an neuen Fahrrädern naturgemäß hoch. Testmöglichkeiten bleiben aber meist auf Messen begrenzt. Das ist nicht schlimm, doch die Abwechslung gern gesehen. Drei Beispiele der letzten Woche zeigen, wie unterschiedlich und aufregend Fahrräder in der nächsten Saison sein können.

Meine persönliche Test-Melange enthielt zum Beispiel ein „Skane“ des baden-württembergischen Herstellers Tout Terrain. Mein Fazit: Der breite Lenker des E‑Trekking-Rads bietet ein solides Handling, der Motor beschleunigt kraftvoll und entschleunigt dank zweistufiger Rekuperation mit meiner Meinung nach hohem Alltagsnutzen. Ich war zudem überrascht, wie kraftvoll ein Heckmotor unterstützen kann – bei gerade einmal 40 Newtonmetern Drehmoment. Auf einem Cannondale-Hardtail „Scalpel“ lernte ich, der legendären einseitigen Federgabel „Lefty“ zu vertrauen und ihr Ansprechverhalten zu genießen. Privat Fahrer eines alten Trail-Fullys aus Aluminium, erfreute ich mich an der Leichtgängigkeit der Kombination eines Carbon-Rahmens und einer modernen Shimano-XTR-Schaltung. Irgendwo zwischen diesen beiden Erfahrungen lag das Modell „E‑Flitzer“ von Winora. Das urban orientierte, leichte E‑Bike fährt sich sogar ohne Motorunterstützung überraschend sportlich. Und mit aktiviertem Nabenmotor ist der Name Programm. Der Flitzer zeigt, dass E‑Bikes in auch auf kurzen Wegen in der Stadt ihre Berechtigung und Vorteile haben.

Ein Mann nimmt einen Fahrradhelm aus einem Regal.Auf dem Fahrrad eine gute Figur

Für ein Foto-Shooting mit Hochschulbezug konnte ich auch selbst etwas beitragen. Ich stand neben einem deutlich professionelleren Model vor der Kamera und gab auch Anweisungen dahinter. Außerdem bereitete ich das Shooting vor und für eine Presseaussendung redaktionell nach.

Das Team, so zeigt die Bilddatenbank des pd‑f eindrücklich, scheint generell auch als Model-Pool zu fungieren. Um die Datenbank frisch zu halten und neue Produkte und Fahrräder abzubilden, lassen die Mitarbeitenden sich auch auf Fahrrädern ablichten. An dieser Stelle möchte ich Danke sagen, denn auch in meiner eigentlichen beruflichen Heimat setze ich die vielfältigen Motive regelmäßig ein.

Ein Mann auf einem E-Bike mit Anhänger und eine Frau auf einem Rennrad fahren nebeneinander einen gepflasterten Weg entlang.

In dieser Woche durfte ich unter anderem noch einen Newsletter kuratieren. Chefredakteur H. David Koßmann führte mich außerdem in die Redaktionsabläufe von Fahrstil ein. Für das Radkulturmagazin, das vor drei Jahren unter mein heimisches Unternehmensdach geschlüpft ist, redigierte ich einen Artikel und stellte fest, wie stark sich Fachzeitschriften und Publikumsmagazine doch voneinander unterscheiden. Das ist gut, denn dann gibt es viel zu lernen. So nehme ich aus meinem Exkurs beim pd‑f viele organisatorische, fachlich-inhaltliche und zwischenmenschliche Feinheiten mit. Und bedanke mich für diese Möglichkeit.

Sebastian Gengenbach


Zurück zur Übersicht: Was ist da los?