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Diskussion: Wirtschaftsfaktor Radverkehr
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Freitag, 28. März 2014

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Berlin, 27. März 2014. Im Vorfeld der Fahrradmesse VELOBerlin, die dieses Wochenende auf dem Berliner Messegelände rund um den Funkturm die neuesten Trends und Themen der Fahrradbranche dem Hauptstadtpublikum präsentiert, fand heute Abend die Fachveranstaltung „Radverkehr als Standortvorteil – deutsch-dänischer Austausch“ statt. Rund 100 Gäste, darunter Bürgermeister, Beigeordnete und Radverkehrsexperten aus ganz Deutschland und Dänemark, folgten der Einladung der Dänischen Botschaft und erlebten einen spannenden Abend rund um das Thema Fahrrad und Stadt. „Das Rad ist ein wichtiger Teil der Antwort“ war der Tenor der Veranstaltung – die Frage wurde gestellt nach der lebenswerten, attraktiven und ökonomisch erfolgreichen Stadt.

In seiner Eröffnungsrede stellte der dänische Handels- und Entwicklungsminister Mogens Jensen klar, dass er stolz sei auf den Ruf Dänemarks als führende Fahrradnation, aber Dänemark wäre keineswegs perfekt. Beide Länder müssen noch einen langen Weg gehen, damit die Bürger das Rad dem Auto vorziehen. Er bekennt offiziell in Berlin: „Ich bin ein Fahrradfahrer“. Die Leiterin der Unterabteilung Verkehr und Forschung am Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie Radverkehrsbeauftragte Birgitta Worringen beruft sich auf die festgeschriebenen Ziele im Koalitionsvertrag zur Erhöhung des Radverkehrsanteils und sieht darin auch klare Effekte auf die Lebensqualität, das Stadtbild sowie auf die Wirtschaftskraft des Standortes.

Helle Søholt, Geschäftsführerin und Mitgründerin des international erfolgreichen Stadtplanungsbüros Gehl Architects erklärte in ihrer Keynote die sozialen sowie sozioökonomischen Effekte des Radfahrens als Teilhabe am öffentlichen Leben und Gewinn für die gesamte Volkswirtschaft. Sie stellte den Radverkehr in den größeren Zusammenhang erlebbarer, attraktiver öffentlicher Räume der Begegnung. Burkhard Horn, Abteilungsleiter für den Bereich Verkehr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin sieht darin auch die Konsequenz in der Umverteilung öffentlicher Flächen – ein Thema das nicht jedem schmeckt, wodurch eine Stadt aber ihre Wertschätzung des Radverkehrs öffentlich macht. Der städtische Verkehr müsse aber auch in größeren Zusammenhängen im Sinne der Intermodalität gesehen werden, erklärt Mathias Sdun, Senior Specialist der weltweiten Beraterfirma für Infrastrukturfragen Cowi.

„Der Radweg ist der neue Catwalk“

Radverkehr sei als Investment zu betrachten und müsse auch dementsprechend an seinen Erfolgen gemessen werden, wodurch sich laut Brian Hansen, Abteilungsleiter für Stadtentwicklung in Kopenhagen, auch hohe Investitionen rechtfertigen lassen. Radfahren sei ja ohnehin ein Gewinnerthema, sowohl für die Stadt als auch die über die entsprechenden Gelder entscheidende Politik, führt Horn fort. Gunnar Fehlau, Chef des Pressedienst Fahrrad und Herausgeber des Fahrstil Magazins, sieht noch mehr einen gesellschaftlichen Umbruch im Lifestyle des Rades gegenüber dem Auto: „Der Radweg ist der neue Catwalk“. Außerdem sei Radfahren eine Bewegung der Bürger – ein Großteil des Wandels komme über die Bevölkerung selbst, ohne Einwirken der Politik. Klaus Bondam, ehemaliger Bürgermeister Kopenhagens und jetziger Direktor des Dänischen Radfahrerverbandes, sieht besonders im Durchbruch des E-Bikes eine große Chance auf einen weiteren Wandel in der nachhaltigen und verknüpften Mobilität in Städten.

Dass das Fahrrad ein Teil der Antwort ist, bestätigten die Redner und Panelteilnehmer einhellig. Beim richtigen Weg lässt sich das nicht mehr ganz so leicht sagen. Mit vielen hochkarätigen Gästen, Rednern und Podiumsteilnehmern sowie etlichen Denkanstößen zeigten sich die Veranstalter, die Fahrradakademie des Deutschen Instituts für Urbanistik, die Dänische Botschaft, das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie die Berliner Agentur velo:konzept überaus zufrieden.

 

Partnerland Dänemark auf der VELOBerlin

Dänischer Botschafter eröffnet VELOBerlin 2014

Anlässlich der Partnerschaft Dänemarks mit der VELOBerlin wird die Fahrradmesse am Samstag, 29.03.2014 um 11:00 Uhr durch den Botschafter, S.E. Per Poulsen-Hansen, gemeinsam mit dem Berliner Staatssekretär Christian Gaebler, feierlich eröffnet. Bei dem anschließenden „Einklingeln“ der Messe hat auch das offizielle rote Fahrrad des Botschafters seinen großen Auftritt!

Stadtentwicklung und Fahrradrouten Die Sonderausstellung „The Good City“ feiert auf der VELOBerlin ihre Deutschlandpremiere und holt die Fragen nach einer fahrradfreundlichen Stadt und die Entwicklung Kopenhagens nach Berlin – nicht nur als gutes Beispiel, sondern als gemeinsame Vision für die Zukunft von lebenswerten Städten in Europa. Darüber hinaus besticht Dänemark durch seine wunderschönen Fahrradrouten entlang der Küsten oder über weite Felder, meist auf kleinsten Straßen oder Wegen, fernab des Verkehrs. Der offizielle Berlin-Kopenhagen- Radweg ist nur eine Möglichkeit, die Verbindung zwischen den Hauptstädten per Pedale zu erkunden. Das weit verbreitete Netz der „Panorama Fahrradrouten“ macht Lust auf Radurlaub im Nachbarland!

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Passende Links beim pressedienst-fahrrad:

 Die Fahrradwelt in Zahlen


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