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Zehn Wünsche an ein neues Fahrrad
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Montag, 9. April 2018

[pd-f/tg] Das Frühjahr ist die Zeit des neuen Fahrrads: Das alte im Keller hat ausgedient und im Laden locken die neuen Modelle … Aber jeder Radfahrer hat eigene Vorstellungen vom Traumrad. Sicher und wartungsarm, platzsparend beim Abstellen, schmerzfrei zu radeln? Der pressedienst-fahrrad begibt sich auf die Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau. Schnell wächst die Erkenntnis: Nicht alle Wünsche sind kompatibel.

1) Schmerzfrei

Um mit einem Fahrrad lange glücklich zu sein, ist schmerzfreies Radfahren ein essenzieller Punkt. Drei Kontaktpunkte gibt es zwischen Radfahrer und Fahrrad: Die Griffe, die Pedale und den Sattel. Alle können ergonomisch angepasst werden. „Dank individueller Vermessung, z. B. bei unseren Scentia-Sätteln, lässt sich mit wenigen Handgriffen die ergonomisch korrekte Sattelform finden“, sagt Lara Cunico vom Sattelhersteller Selle Royal. Ein passender Sattel ist an so gut wie jedem Rad einfach nachzurüsten, der Wunsch nach schmerzfreiem Sitzen also für jeden Radfahrer möglich.

2) Wartungsarm

Wer möchte sein Fahrrad schon ständig pflegen? Aber damit es wie geschmiert läuft und länger hält, ist Service unumgänglich. Gerade Feder- und Schaltkomponenten brauchen regelmäßig Zuwendung, müssen von Dreck befreit und neu geschmiert werden. Wer darauf keine Lust hat, bekommt zumindest beim Gangwechsler mit einer Getriebeschaltung eine wartungsarme Alternative – die allerdings eine bestimmte Rahmenform braucht. Das gekapselte Zentralgetriebe von Pinion wird am Tretlager in den Rahmen integriert und ist deshalb den Witterungseinflüssen weniger ausgesetzt. Da die Zahnräder in einem Ölbad laufen, übernehmen sie das Schmieren quasi selbst. „Dank unserer C-Linie werden Räder mit Getriebeschaltung heute schon ab 2.000 Euro angeboten. Den jährlichen Ölwechsel kann man einfach und schnell zuhause machen“, beschreibt Andrea Escher von Pinion.

3) Sicher

Ein Fahrrad kommt aber nie komplett ohne Service aus, etwa wegen der Bremsen. Sie verschleißen und müssen regelmäßig gewartet werden – auch bei hydraulischen Scheibenbremsen. „Diese Bremsen funktionieren in der Praxis extrem gut – gerade bei Nässe“, erklärt Maximilian Topp von Sram. Das Mehr an Bremssicherheit und wohl-dosierbarer Kraft ist ein Grund, warum sich eine steigende Anzahl an Radfahrern für Scheibenbremsen entscheidet – unter ihnen neuerdings auch ein wachsender Anteil an Rennradfahrern. „Hochwertige, standhafte Scheibenbremsen sollten auch bei E-Bikes obligatorisch sein“, rät Fachmann Topp.

4) Kraftsparend

Ohne Fleiß kein Preis, heißt zwar das Sprichwort, doch so mancher Radfahrer wählt lieber eine kraftsparende E-Bike-Variante. Mit Unterstützung rollt das Rad deutlich leichter und macht vor allem richtig viel Spaß. E-Bikes sind darum weiter im Kommen – allein 2017 wurden laut Zweirad-Industrie-Verband rund 720.000 E-Räder in Deutschland verkauft. „Der Trend zum E-Bike ist deutlich erkennbar. Integrierte Antriebssysteme, wie sie ab dieser Saison vermehrt zu finden sind, werden dem Thema weiteren Schwung bringen. Die Räder nähern sich optisch normalen Rädern weiter an“, ist Anja Knaus von Flyer überzeugt.

5) Modisch

Auf welches E-Bike oder Fahrrad jemand abfahren wird, ist schwer abzusehen, denn Mode ist ein individueller Begriff. Manch einer steht auf knallige Farben, ein anderer auf verschnörkelte Dekors. Zwar überkommt einen manchmal beim Blick auf neue Fahrräder der Gedanke, Schwarz sei das neue Schwarz. Aber jeder Radfahrer findet sicherlich sein modisch passendes Rad. „Noch nie war die Modellvielfalt am Markt so groß wie heute. Da ist für jeden etwas dabei – sowohl optisch als auch technisch“, meint Jasmin Schindelmann von Winora.

6) Kompakt

„Die Parksituation ist auch für Radfahrer in so mancher Großstadt äußerst schwierig“, weiß Henning Voss von Brompton Deutschland. Warum also das Fahrrad nicht einfach mit in die Wohnung nehmen? Falträder sind hier eine kompakte und platzsparende Möglichkeit. Sie passen problemlos unter den Tisch oder in den Flur und lassen sich auch im ICE oder ÖPNV kostenlos mitnehmen. „Ein praktisches Verkehrsmittel für Pendler und Stadtbewohner“, meint Voss.

7) Pannensicher

Es ist immer ärgerlich, wenn ein Rad eine Panne hat. „In den meisten Fällen ist der Reifen platt“, weiß Doris Klytta von Schwalbe. „Doch dagegen gibt es mittlerweile pannensichere Lösungen.“ Tubeless-Systeme oder Pannenschutzgürtel aus Spezialkautschuk, wie bei den „Unplattbar“-Modellen von Schwalbe, erhöhen die Pannensicherheit ungemein. Wenn der Reifen lange rollt, freut es den Radfahrer. Die pannensicheren Reifen sind mit einem Großteil der Räder und E-Bikes kompatibel, was sie zu einer idealen Nachrüstmöglichkeit macht. Dabei sind Radumfang und Einbaubreite zu beachten – im Zweifel hilft der Händler schnell.

8) Sozial nachhaltig

Fahrradfahren ist gut fürs grüne Gewissen. Wer dann noch einen Schritt weiter gehen will, der holt sich ein möglichst ökologisches Fahrrad. Beispielsweise aus Bambus. „Die Rahmen unserer Räder werden komplett aus dem nachwachsenden Rohstoff gefertigt“, erklärt Felix Habke vom Bambusradhersteller My Boo. Und man produziert sogar sozial verantwortungsvoll: Einnahmen aus dem Radverkauf werden beispielsweise für den Bau einer Schule in Ghana verwendet.

9) Sauber

Damit das weiße Hosenbein auch sauber bleibt, kann man entweder auf das Kettenöl verzichten (was sich aber auf die Fahrperformance auswirkt) oder besser einen Riemenantrieb verwenden. Dieser läuft geschmeidig sowie ohne weitere Schmierung und hält rund dreimal so lange wie eine Kette. „Der Riemen hat sich als saubere Alternative am Markt etabliert und wird heute an vielen neuen Rädern verbaut“, unterstreicht Frank Schneider vom Marktführer Gates. Der Rahmen muss allerdings für die Riemenaufnahme ausgelegt sein, was ein Nachrüsten bei älteren Rädern sehr aufwendig macht.

10) Bezahlbar

Oftmals steht dem Traumrad ein allzu geringes Budget im Weg. Bevor man aber gar kein Rad kauft, sollte man mal beim Arbeitgeber anklopfen, ob dieser die Möglichkeit zum Fahrradleasing anbietet. Durch Gehaltsumwandlung wird dabei ein Teil des Bruttogehalts einbehalten und in einen Sachbezug umgewandelt. Dieser wird durch die sogenannte Ein-Prozent-Regel versteuert, im Gegenzug werden Abgaben zur Sozialversicherung reduziert. „So sind beim neuen Rad Ersparnisse bis zu 40 Prozent gegenüber einem Direktkauf möglich“, erklärt Rita Leusch vom Leasing-Anbieter Jobrad.

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