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Fahrradinnovationen passend zur Radsaison
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Freitag, 4. Mai 2018

[pd-f/hdk] Der Frühling ist in vollem Gange und die Fahrradbranche überrascht Fachwelt und Radfans mit Neuheiten und Innovationen. Manche sind Nachzügler der vergangenen Messen, andere sind Vorboten der Messe Eurobike, die Anfang Juli in Friedrichshafen stattfindet. Der pressedienst-fahrrad hat elf Neuheiten zusammengestellt.

ABS am E-Bike

Das Elektrorad bleibt auf absehbare Zeit der Motor der Fahrradindustrie. Neben technischer Verbesserung der Systeme und Reduzierung von Gewicht und Größe steht die Fahrsicherheit im Mittelpunkt der Entwicklung. Zu den jüngsten Neuvorstellungen zählt das Antiblockiersystem von Motoren-Marktführer Bosch, das ab Herbst 2018 in den Handel kommt. Wie bei Kraftfahrzeugen soll es die Bremskraft der oft sehr zugkräftigen Scheibenbremsen so dosieren, dass ein Blockieren der Räder verhindert wird. Als einer der ersten Hersteller hat Flyer aus der Schweiz seine Testflotte mit ABS ausgestattet. „Besonders bei Nässe und auf losem Untergrund erhöht das die Fahrsicherheit entscheidend“, erklärt Anja Knaus von Flyer. Interessenten können die Räder am Firmenstandort in Huttwil und auf ausgewählten Veranstaltungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Probe fahren.

Den Hund immer dabei haben

Für radelnde Hundebesitzer hat Anhängerhersteller Croozer aus Köln jüngst den neuen Transporter „Croozer Dog“ vorgestellt. In die Entwicklung der neuen Produktreihe waren auch Tierärzte, Hundezüchter und -Trainer involviert. Der Anhänger kommt in drei verschiedenen Größen, L, XL und XXL, und ist für Hunde bis 60, 70 bzw. 85 Zentimeter Schulterhöhe, respektive bis 25, 35 bzw. 45 Kilogramm gemacht. Eingestiegen wird am Heck des Hängers; die Schwelle ist hier sehr niedrig gehalten, damit auch ältere und kranke Hunde sowie Welpen leicht einsteigen können. Weil auch Hundenasen am spannenden Fahrtwind teilhaben wollen, lassen sich Front und Oberseite des Anhängers getrennt voneinander öffnen – aber auch wetterfest verschließen. Der Croozer Dog steht voraussichtlich ab Sommer 2018 in den Läden. Die XL-Version wird 799 Euro kosten; die Preise für L und XXL stehen noch nicht fest.

Radständer mal anders

Für alle Sporträder, die keinen Seitenständer haben, bietet der englische Radunterbringungs-Spezialist Cycloc nun den simplen Ständer „Hobo“ an (69,95 Euro). Für das obere Ende des 32-Millimeter-Stahlrohrs sind drei Gummi-Spacer erhältlich, mit denen sich der Ständer schonend und sicher in die Hohlachsen moderner Kurbeln einfügen lässt – welche sich danach immer noch drehen lassen.
Das untere Ende ist als Dreieck geformt und gibt dem Rad so sicheren Stand. So eignet sich der Hobo für den Radputz oder Einstellungen am Rad im Fahrerlager beim Rennen, zuhause in der Werkstatt oder auch in Radläden. Der Hobo ist ab sofort und in vier Farben erhältlich.

Dauerläufer-Kette

Mit stattlichen 10.000 Kilometern Mindestlaufleistung bewirbt die Firma KMC, nach eigenen Angaben Weltmarktführer in Sachen Fahrradketten, ihre neue E-Bike-Kette namens „e101 EPT“. Der Namenszusatz steht für die von KMC erdachte Technologie Eco-Pro-Teq, hinter der keine Anti-Rost-Beschichtung steht, wie man sie bei vielen Ketten findet, sondern eine galvanische Behandlung der Stahlrohlinge, aus denen die Kette erst hernach zusammengesetzt wird. Die Kette ist ausschließlich für Getriebeschaltungen, also Nabenschaltungen oder Zentralgetriebe gemacht, kann also nicht über Ritzel wandern, wie es bei Kettenschaltungen nötig ist. „Die Garantie auf 10.000 Kilometer geben wir bei Verwendung der Kette e101 EPT in Verbindung mit dem dazugehörigen Ritzel, diese Kombi ist für alle gängigen Antriebe erhältlich“, erklärt Tobias Spindler vom deutschen KMC-Importeur Messingschlager. Die EPT-Kette kostet 55 Euro und ist seit kurzem im Handel erhältlich.

Kopfschutz für Trail-Piloten

Im vergangenen Jahr angekündigt, ist Abus’ neuer Mountainbike-Helm „Montrailer“ ab sofort lieferbar. Er wurde für die wachsende Zielgruppe der Trail-Biker entwickelt, was die tiefe Seiten- und Rückpartie sowie die einfache Verwendung in Kombination mit Goggles, also Schutzbrillen, erkennen lassen. Das lange und halbtransparente Visier des Helms ist höhenverstellbar, um die Goggle einfach nach oben setzen zu können. Der Montrailer verfügt außerdem über ein Befestigungssystem für eine Action-Cam. Den 340 Gramm leichten und optisch sehr eigenständigen Helm gibt es in zwei Größen, vier Farben und drei Sicherheitsausstattungen ab 149,95 Euro.

Enduro-Gabel mit neuem Innenleben

Federungsspezialist Rock Shox hat seine 2019er-Federgabeln vorgestellt. Darunter findet sich eine neue Generation der Enduro-Gabel Lyrik, die auf den vollen Namen „Lyrik RC2“ hört. Ihr neues Innenleben soll dem harten Einsatz mit deutlich sensiblerem Ansprechverhalten begegnen. Die neue Debon-Air-Luftfeder verringert dabei die interne Reibung der Bauteile und spricht schon bei feinsten Auslösern an. Die Dämpferkartusche Charger 2 RC2 macht mit getrennter High- und Low-Speed-Dämpfung eine umfangreich individualisierbare Einstellung der Funktion möglich. Die neue Lyrik ist ausschließlich mit Boost-Einbaubreite (110 Millimeter) für die Laufradgrößen 27,5 und 29 Zoll erhältlich. Varianten mit kürzeren Offsets sollen den jüngsten Entwicklungen in der Radgeometrie von Enduro-MTBs Rechnung tragen. Die Gabel ist entweder komplett in Schwarz oder mit auffälligem rotem Casting bereits im Handel erhältlich und kostet 1.109 Euro.

Not-Schutzblech fürs Vorderrad

Mit einem Notfallschutzblech zur Sattelmontage ist die schwedische Firma mit dem programmatischen Namen Ass Savers bekannt geworden. Zur Erweiterung ihres Portfolios gesellt sich nun ein ebensolcher Spritzschutz fürs Vorderrad namens „Speed Mullet“. Per Klettverschluss lässt er sich schnell und einfach zwischen Vorderrad und Kurbel am Unterrohr anbringen – unabhängig von Rahmenform oder materialbedingtem Rohrdurchmesser. Für etwaig am Unterrohr laufende Brems- oder Schaltkabel lässt der Speed Mullet einen Spalt frei. Der Spritzschutz ist vorerst ausschließlich in Schwarz erhältlich und kostet 11,95 Euro.

Enduro-Reifen in Neuauflage

Reifenspezialist Schwalbe hat seinen Allround-Reifen für die härtere Gangart komplett überarbeitet. Der neue „Hans Dampf“ legt vor allem Wert auf maximale Kontrolle und Verlässlichkeit, ist also ideal für den Einsatz im Bike-Park und technisch anspruchsvollen Trails geeignet, wie Produktmanager Carl Kämper erklärt. „Dafür haben wir vor allem die Schulterstollen neu konzipiert. Sie sind größer und stabiler abgestützt, sodass sie nun auch in schnellen und aggressiv gefahrenen Kurven stärkeren Halt bieten“, so Kämper weiter. Durch die größeren Profilblocks sinke außerdem der Verschleiß des Reifens. Der Reifen ist zudem mit den 2017 vorgestellten Addix-Gummimischungen ausgestattet. Für Durchschlagschutz und Seitenstabilität sorgen die Super-Gravity-Karkasse und die Apex-Technologie. Der neue Hans Dampf ist ab 32,90 Euro und ab Juli 2018 im Handel erhältlich. Es gibt ihn für die Laufradgrößen 24, 26, 27,5 und 29 Zoll in der Breite 2,35 Zoll, für 27,5 und 29 Zoll zudem mit 2,6 Zoll Breite sowie als B-Plus-Größe mit 27,5 x 2,8 Zoll.

Reifendruck in Echtzeit überwachen

Mit dem „Tyrewiz“ stellt die US-Firma Quarq einen Reifendruckmesser vor, der permanent installiert und per BLE oder ANT+ mit Smartphone oder GPS-Gerät gekoppelt wird. „Die Wichtigkeit des richtigen Luftdrucks kann man gar nicht überschätzen“, erklärt Tobias Erhard von der Mutterfirma Sram, „denn mit keinem einzelnen Faktor lässt sich das Fahrverhalten des Fahrrads stärker beeinflussen!“ Radsportler sind immer auf die perfekte Funktion ihrer Reifen aus. Der Optimalbereich kann gerade bei breiteren Reifen, die mit geringem Druck gefahren werden, schon von einem Zähler in der Nachkommastelle abhängen. Quarqs Tyrewiz hilft hier beim akkuraten Einstellen und vor allem der Konstanz des Luftdrucks. Das Messgerät ist mit Sclaverand-Ventilen kompatibel, wird direkt in den Ventilschaft geschraubt und der Ventileinsatz in das Messgerät. Tyrewiz wiegt zehn Gramm pro Rad, kostet als Pärchen 259 Euro und ist ab Ende Juni erhältlich. Die enthaltenen Knopfzellen CR1632 halten etwa 300 Fahrstunden durch.

Sportliches E-Bike mit Zentralgetriebe

Ein besonders schlankes und sportliches E-Bike stellt der spanische Hersteller Desiknio vor. Das „Desiknio Pinion Urban“ ist um das haltbare schwäbische Zentralgetriebe C1.6 von Pinion designt, das standardmäßig sechs Gänge bereithält. Als Upgrade ist auch die Neun-Gang-Variante der Schaltung, C1.9 XR mit erweiterter Entfaltung, verfügbar. Der Motor des Rads befindet sich in der hinteren Nabe, er kommt vom Hersteller EBM und leistet 250 Watt. Verbunden werden beide Elemente durch den wartungs- und verschleißarmen CDX-Carbonriemen von Gates. Der 250-Wattstunden-Akku des Rads ist im Unterrohr versteckt und nicht entnehmbar – dafür ist das Desiknio aber erst auf den zweiten Blick als E-Bike erkennbar. In der reduzierten Urban-Ausstattung kostet das E-Bike 4.590 Euro, die Version „Urban Tourer“ ist zudem mit Schutzblechen, Gepäckträger und Lichtanlage ausgestattet und kostet 4.890 Euro. Das Rad ist in zwei Rahmenhöhen und den Farben Blau, rot und Schwarz ab Sommer 2018 erhältlich.

Legaler Liegeflitzer

Am vergangenen Wochenende präsentierte der Liegeradhersteller HP Velotechnik auf der Spezialradmesse in Germersheim das erste S-Pedelec-Liegedreirad, das die neuen, verschärften EU-Richtlinien für die mehrspurigen Elektrofahrräder der schnellen Klasse (Tretunterstützung bis 45 Stundenkilometer) erfüllt. Das komplett überarbeitete „Scorpion fs 26 S-Pedelec“ erhielt vom TÜV Hessen-Süd die endgültige Betriebserlaubnis (Klasse L2e-P). Es verfügt unter anderem über ein Blinkerset „WingBling“, eine Ölstand-Kontrollanzeige für gekoppelte Bremsen, eine Lichtanlage und Hupe mit der speziellen E-Kennzeichnung und eine eingebaute Wegfahrsperre. Zudem wurden Antrieb und Akku zusammen mit dem Lieferanten Go Swiss Drive überarbeitet: So gibt es nun eine individuell einstellbare Rekuperationsfunktion, der Akku ist größer (636 Wattstunden) und auf Knopfdruck kann man die Maximalunterstützung zuschalten. Es kostet 8.990 Euro (Extras gegen Aufpreis) und ist ab sofort im Fachhandel erhältlich.

Passende Themen beim pd-f:

Fahrradneuheiten auf der VELOBerlin 2018 – für Stadt, Sport und Reise

Innovationen und spannende Entwicklungen: Sieger der Saison 2018 (Teile)

Fahrspaß ohne Grenzen: Sieger der Saison 2018 (Fahrräder)

Alltagsservice an (noch) nicht-alltäglichen Rädern

Mitgedacht – Täglich auf dem Rad 2018

Eurobike: 2018er-Neuheiten für die tägliche Freude am Rad

Eurobike: Elektrifiziert ins Fahrradjahr 2018 starten


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