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Wintertipps fürs Fahrradzubehör
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Freitag, 23. November 2018

[pd‐f/tg] Um sicher durch den Winter zu kommen, braucht es neben einem winterfesten Fahrrad auch das passende Zubehör. Der pressedienst‐fahrrad zeigt, was Sie beim Kauf beachten müssen und gibt zusätzlich ein paar praktische Tipps für den Wintereinsatz.

Immer einen Enteiser dabei haben

Ein alltägliches Problem: Wasser dringt in den Schließzylinder des Fahrradschlosses ein und gefriert bei Minusgraden. Der Schlüssel lässt sich nicht mehr drehen, das Fahrrad ist außer Betrieb gesetzt. Aber auch Zahlenschlösser können davon betroffen sein. „Deshalb beim Anschließen des Rades darauf achten, dass kein Wasser in das Schloss eindringen kann und der Schließzylinder nach unten zeigt“, rät Torsten Mendel vom Sicherheitsexperten Abus. Zusätzlich sollte das Schloss auch regelmäßig gesäubert werden. „Speziell im Herbst und Winter können Dreck und Schmutz den Schließzylinder verstopfen“, weiß Mendel. Von einer zusätzlichen Behandlung des Zylinders mit Kriechöl oder anderen Produkten rät der Experte allerdings ab. „Öle und Fette binden Staub und Dreck. Das kann zu Klumpenbildung und somit zu Nichtfunktionalität führen.“
Falls das Schloss doch den niedrigen Temperaturen zum Opfer fällt, lohnt es sich, ein Enteisungs‐Spray als kleinen Nothelfer in der Tasche zu haben. Man sprüht es direkt in den Schließzylinder und wartet einige Sekunden. Als Notlösung tun auch eine Schale mit heißem Wasser oder ein Feuerzeug ihren Zweck und lösen das Eis im Schloss. „Prävention ist allerdings viel sinnvoller. Wer steht schon gerne bei Minusgraden draußen und versucht, ein eingefrorenes Schloss zu öffnen?“, so Mendel.

Obacht bei der Taschenwahl

Im Winterbetrieb ist eine wasserdichte Fahrradtasche für den Gepäcktransport am Rad eine Selbstverständlichkeit. „Immer mehr Pendler steigen ganzjährig aufs Fahrrad um und wollen auch ihren Laptop oder ihre Wertsachen trocken transportieren. Auf diese Bedürfnisse müssen wir uns einstellen“, sagt Peter Wöstmann vom fränkischen Taschenhersteller Ortlieb. Die Heilsbronner versprechen bei ihren Produkten ein wasserdichtes Material, das nicht zusätzlich imprägniert werden muss. „Dabei handelt es sich um thermoplastische Kunststoffbeschichtungen, die hohe Wasserdichtigkeit gewährleisten. Zusätzlich fertigen wir mit Hochfrequenz‐Verschweißung. Dadurch haben unsere Produkte keine Nähte, was ein Eindringen von Wasser verhindert“, so Wöstmann weiter.
Entscheidend ist jedoch nicht nur das richtige Material, sondern auch der passende Verschluss. Bei vielen Taschen dringt Wasser an der Öffnung ein. Ein Rollverschluss ist deshalb laut Wöstmann eine gute Lösung: „Dadurch wird ein Rundumschutz sichergestellt, weil kein Spritzwasser von allen Seiten eindringen kann“, so der Ortlieb‐Sprecher. Aber auch wasserdichte Reißverschlüsse schützen das Gepäck. Für die Pflege reiche es, wenn man die Taschen mit warmem Wasser und milder Seifenlauge gelegentlich reinigt.

Verpackungsmaterial fürs Rad

Das Fahrrad ist als Schutz gegen Regen, Schnee und Eis bestmöglich überdacht abzustellen. Sollte dies nicht möglich sein, lohnt es sich, in diverse Fahrradabdeckung zu investieren. Diese gibt es entweder für das komplette Rad (z. B. „Fahrradgarage“ von M‐Wave, 19,90 Euro) oder auch nur für bestimmte Komponenten. „Ein großes Cover bietet sich zum Schutz vor der Haustür an, lässt sich jedoch nur schwer mitnehmen. Deshalb braucht es praktische Alltagslösungen für das Parken am Bahnhof oder vor dem Büro“, so Philipp Elsner‐Krause vom Accessoires‐Anbieter Fahrer Berlin. Die „Griffis“ (11,90 Euro) für die Griffe und die „Kappe“ (ab 9,90 Euro) für den Sattel aus dem Angebot des Berliner Unternehmens schützen die Kontaktpunkte zwischen Rad und Fahrer vor Feuchtigkeit. „Durch Nässe wird Kälte bis zu sechzehnmal schneller übertragen. Der Radfahrer friert schneller und verliert die Lust am Fahren. Deshalb ist ein Schutz von Händen und Gesäß im Winter enorm wichtig“, begründet Elsner‐Krause.
Liegeradfahrer genießen dabei den Vorteil, dass sie bei passendem Zubehör, z. B. dem „Streamer“ (als Nachrüst‐Set für 479 Euro) von HP Velotechnik, die Beine und Füße im Trockenen haben. „So kann man trotz Klickpedalen verhindern, dass die Füße schnell kalt werden“, weiß Alexander Kraft von HP Velotechnik. Für Fahrer von Aufrecht‐Rädern empfiehlt sich eine zusätzliche Schutzblechverlängerung wie der „Latz“ von Fahrer Berlin (ab 9,90 Euro). Am Vorderrad erweist er gute Dienste, denn handelsübliche Schutzbleche sind selten lang genug, um zu verhindern, dass der sich im Blech sammelnde Regen direkt auf die pedalierenden Schuhe abgegeben wird. Ein spezieller Spritzschutz (z. B. „Buxe“, ebenfalls von Fahrer Berlin, 19,90 Euro) am Hinterrad verhindert ein seitliches Herausspritzen von Wasser unter dem Schutzblech. Damit bleiben Hosenbeine und Schuhe auch von oben besser geschützt.

Spritzschutz für die Mitfahrer

Die Schutzblechverlängerung macht zusätzlich am Hinterrad Sinn, wenn man mit einem Kinderanhänger unterwegs ist. „Ist der Kinderanhänger offen, bekommen die Mitfahrer im Anhänger das Spritzwasser ab“, weiß Elsner‐Krause aus Erfahrung. Hochwertige Kinderanhänger (z. B. „Kid“ von Croozer ab 649 Euro) sind in der Regel wasserabweisend. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zusätzlich noch ein transparentes Regenverdeck (z. B. von Croozer für 34,95 Euro) nutzen. „Der Überzug wird bei starkem Regen einfach über die Front des Anhängers gezogen. Die Kinder haben so freie Sicht, sind aber besser gegen Feuchtigkeit geschützt. Zusätzlich ist eine Fußraumschutzwanne bei nassen und matschigen Schuhen sehr praktisch“, so Hanna Gehlen von Croozer. Diese gibt es bereits ab 24,95 Euro und kann einfach herausgenommen und gereinigt werden. Für den Outdoor‐Einsatz bietet der Kölner Anhängerspezialist zusätzlich noch eine sogenannte „Faltgarage“ (49,95 Euro) an. Der wasserabweisende Überzug dient als Wetterschutz, wenn der Anhänger draußen geparkt werden muss. „Der Anhänger sollte vor der Einlagerung unbedingt trocken und sauber sein, um Schimmelbildung zu verhindern. Wenn der Anhänger im Winter gar nicht genutzt wird, sollte er möglichst indoor gelagert werden“, rät Gehlen.

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