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Lichtgestalt Radfahrer: Mit Reflektoren sicher durch die dunkle Jahreszeit
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Donnerstag, 4. Oktober 2018

Sehen und vor allem gesehen werden ist in der dunklen Jahreszeit oberstes Credo bei Radfahrern. Neben zuverlässigen und leistungsstarken Lichtanlagen setzen Radler daher auf ergänzende Reflexionsprodukte, um sich im Straßenverkehr sichtbarer zu machen. Der pressedienst‐fahrrad zeigt, was Radfahrer zu echten Lichtgestalten macht.

Eine ganze Fußballmannschaft an elf reflektierenden Elementen befand sich über Jahre am Fahrrad. Die Rückstrahler verteilten sich wie folgt: jeweils zwei gelbe pro Pedal, je zwei gelbe in den Speichen des Vorder‐ und Hinterrades, zwei rote oder ein großflächiger am Heck sowie einen weißen an der Vorderseite des Velos. Wirft man einen Blick auf moderne Alltagsräder, fällt jedoch auf, dass nur noch selten wirklich elf Rückstrahler bei Tageslicht zählbar sind. „Front‐ und Heckreflektoren sind bei aktuellen Scheinwerfern und Rücklichtern bereits integriert oder lassen sich komfortabel anstecken. Alles legal und in puncto Systemintegration und Design eine logische wie sinnvolle Entwicklung“, erläutert Sebastian Göttling vom Beleuchtungsspezialisten Busch & Müller. Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2017 ist zudem nur noch ein roter, nicht dreieckiger Rückstrahler Pflicht. Auch die gelben Speichenreflektoren haben mittlerweile ausgedient und werden durch Reifen mit weißen Reflexstreifen ersetzt. Diese reflektieren dank ihrer Kreisform auch im Stand die Silhouette des Rades und manchen es als solches erkennbar. Reifenhersteller wie Schwalbe bieten alle gängigen Alltagsmodelle auch in Versionen mit reflektierenden Flanken an.

Nicht nur Weste – auch Jeans oder Jacken reflektieren

Die größte Projektionsfläche des Radfahrers ist sein Körper. Aus diesem Grund wird bei Dunkelheit nicht selten zur reflektierenden Warnweste gegriffen (z. B. von M‐Wave für 5,49 Euro). Doch nicht jeder Radler möchte im Bauarbeiterschick unterwegs sein. Gut, dass die Radbekleidungsindustrie hier eine Vielzahl an Alternativen zum Leuchten bringt. Radbekleidung ist fast immer mit reflektierenden Elementen ausgestattet, dem Einsatzzweck entsprechend mal mehr oder weniger. So bietet M‐Wave beispielsweise eine reflektierende Windjacke in neongelb an (59,90 Euro). Aber es geht auch etwas schlichter: Nach dem Motto „bei Tageslicht dezent, im Dunkeln auffällig“ gibt es mittlerweile reflektierende Jeans, Jacken oder auch Helmüberzüge. Bei Tageslicht schauen die Produkte aus wie normale Alltagsbekleidung. Ihre versteckte Funktion zeigen sie erst großflächig, wenn sie angestrahlt werden. Für den speziellen Schutz für den Schulweg werden viele der Produkte auch in Kindergrößen angeboten. Wer es etwas schlichter möchte, greift zu den Reflektorbändern von Fahrer Berlin (14 Euro). Die praktischen Hosenbänder werden aus recyceltem Material gefertigt und verfügen über einen reflektierenden Streifen für mehr Sicherheit. Nebeneffekt: Das Hosenbein wird vor der schmutzigen Kette geschützt. Der Berliner Accessoires‐Spezialist hat mit den „Reflektor‐Button“ (5,95 Euro) eine weitere pfiffige Lösung im Angebot: Die Anstecker werden z. B. an den Jackenärmel geklettet und machen das Armzeichen beim Abbiegen deutlich sichtbarer.

Strahlende Taschen

Reflektierende Elemente sind ein ebenso signifikantes Merkmal moderner Radtaschen, wie es clevere Befestigungssysteme oder wasserabweisende Materialien sind. Es gibt kaum einen Hersteller, der heute auf dieses Sicherheitsplus verzichtet. Großflächig nimmt sich Taschenspezialist Ortlieb in seiner „High Visibility“-Serie des Reflexionsthemas an. Die Taschen für Lenker, Front‐ und Heckgepäckträger werden in leuchtendem Signalgelb angeboten und bestehen aus einem Cordurastoff, der mit Reflexgarn durchwoben ist. So reflektieren selbst die klassisch schwarzen Flächen der Taschen. Und auch die eher dezenten, weil komplett schwarzen „Office‐Bag“, „Velocity“-Rucksack und „Saddle‐Bag“ der Serie erhalten derart eine reflektierende Ausstrahlung. „Wir geben mit den Reflektortaschen ein ganz entscheidendes Plus an Sicherheit, denn Packtaschen befinden sich in niedriger Höhe am Rad – hier fällt das Scheinwerferlicht und somit der Blick anderer Verkehrsteilnehmer zuerst hin“, erklärt Peter Wöstmann von Ortlieb.

Da geht einem ein Licht auf … am Helm

Und selbst des Radlers Kopf – oder besser: sein Helm eignet sich hervorragend als Reflektor. Signalfarben, Reflektoren und LED‐Rücklichter sorgen für bessere Sichtbarkeit im Stadtverkehr. Ein Beispiel ist der „Urban‐I 2.0 Signal“ von Abus (99,95 Euro). Der Helm ist bei Dämmerung und Dunkelheit kaum zu übersehen. Die Reflektorstreifen sind so angeordnet, dass sie aus jedem Winkel Scheinwerferlicht reflektieren und dabei grob die Helmsilhouette nachzeichnen. So wird der Träger schnell als Radfahrer erkennbar. „Wenn der Radfahrer am Radweg unterwegs ist und die Fahrradbeleuchtung durch parkende Autos verdeckt ist, ist ein leuchtender Helm ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsmerkmal“, so Torsten Mendel von Abus.

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