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Eine Frau hinter einem Tresen nimmt alte Fahrradreifen entgegen, die ihr ein Mann reicht. Im Vordergrund steht eine Kiste mit Altreifen.

Nachhaltigkeit und Made in Germany: „Sieh, das Gute liegt so nah!“
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Donnerstag, 23. Februar 2023

Ressourcen zu schonen, wird angesichts des Klimawandels sowie steigender Energie- und Transportkosten immer wichtiger. Auch in der Fahrradbranche spielt das Thema eine wachsende Rolle: Immer mehr Unternehmen setzen auf Recyclingprozesse und Produktion in Deutschland. Der pressedienst-fahrrad zeigt ausgewählte Beispiele, was aktuell möglich ist.

Reifenhersteller Schwalbe hat bereits 2015 ein Recyclingkonzept für Schläuche entwickelt und will in diesem Jahr den ersten Serienreifen aus recyceltem Ruß auf den Markt bringen. Dafür werden Altreifen im Fahrradhandel gesammelt und anschließend in ihre Bestandteile zerlegt. Durch Pyrolyse des Gummigranulats entsteht Pyrolysekoks, der wiederum in neuen Reifen zum Einsatz kommt. Das Verfahren kommt auch bei der Wiederaufbereitung von Autoreifen zum Einsatz, von dem auch andere Produkte profitieren. Das Polyamid für das Garn der Fahrradhose „Yara Zip-Off-Pants“ von Vaude (UVP: 160 Euro) wird beispielsweise aus Pyrolyseöl, einem Nebenprodukt der Pyrolyse von Gummigranulat, gewonnen. Antriebshersteller Brose setzt mit seinem Remanufacturing-Programm ebenfalls auf Ressourcenschonung. Dabei werden gebrauchte Bauteile zerlegt, gereinigt und gegebenenfalls repariert und dann mit aktuellen Komponenten in einem neuen Produkt verwendet.

Biologische Pflegemittel

Auch bei Pflegemitteln spielt Nachhaltigkeit in den letzten Jahren – oft abseits der Öffentlichkeit – eine immer größere Rolle. Biologisch abbaubare, umweltschonende Inhaltsstoffe waren vor einigen Jahren noch die Ausnahme. Mittlerweile gehen die Pflegemittelhersteller bereits so weit, dass auch das Material der Flaschen biologisch abbaubar ist. Das ist der Fall bei den neuen Fahrradpflegeprodukten der Firma Motul, die aus dem Automobilbereich bekannt ist. Ein Beispiel ist der Bremsenreiniger „Brake Clean“ von Motul (via Messingschlager, Preis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest) der zur Reinigung von Bremsscheiben, ‑belägen und anderen Komponenten geeignet ist. Er beinhaltet laut Hersteller keine der sonst üblichen Treibmittel bzw. Butan- oder Propangas. Das Unternehmen Toniq bietet mit seinem biologisch abbaubaren Fahrradreiniger „Bike Wash“ (UVP: 9,99 Euro für 500 Milliliter) ein Mittel auf Pflanzenbasis. Es ist in einer wiederverwendbaren Sprühflasche aus recyceltem PET erhältlich und wird in den Niederlanden produziert, um lange Transportwege zu vermeiden. Immer wieder verwendbar ist auch die „Mini Fettpresse“ von 3min19sec (via bike-components, 15,99 Euro). Der robuste Stahlbehälter lässt sich nachfüllen und ermöglicht besonders präzises Dosieren.

Zubehör Made in Germany

Beleuchtungsspezialist Busch & Müller, der seit Firmengründung 1925 in Deutschland produziert, arbeitet aktuell an einem ganzheitlichen, nachhaltigen Firmenkonzept mit dem Titel „Friendly“, um Ressourcen und Energie einzusparen. Dabei werden auch neue Fertigungsverfahren wie 3D-Druck einbezogen. Ein Beispiel ist der neue Adapter für Ixon-Scheinwerfer (UVP: 19,90 Euro), der eine hängende Befestigung für die Scheinwerfer der Ixon-Reihe erlaubt. Seit mehr als 100 Jahren schon produziert SKS Germany, bekannt für Luftpumpen und Schutzbleche, in Deutschland. Da das Unternehmen zwangsläufig viel mit Kunststoff arbeitet, gewinnen Faktoren wie die Verwendung von recyclingfähigen thermoplastischen Kunststoffen sowie eine lange Haltbarkeit und Reparierbarkeit der Produkte immer mehr an Bedeutung. So beispielsweise auch bei der Standpumpe „Air-X-Plorer Digi 10.0“ mit digitalem Manometer (UVP: 64,99 Euro).

Pressemappe Fahrradfrühling 2023


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