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Ferienspaß für Fahrradfamilien
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Donnerstag, 12. Juli 2012

Eltern, Kinder, Radurlaub: Auf jeden Fall. Fahrradferien werden auch bei jungen Familien immer beliebter. Der pressedienst-fahrrad gibt Tipps für einen gelungenen Radurlaub mit der Familie.

[pd-f / td] Ferienzeit ist für viele Familien auch Fahrradzeit. Der Radurlaub erfreut sich wachsender Beliebtheit, warum also nicht auch mit den Kleinen auf Tour gehen? Dagegen spricht höchstens eine unüberwindbare Abneigung gegen das Radfahren, und die zeigen Kinder eher selten.
Damit sie eine solche Allergie gar nicht erst entwickeln, sollte der Familien-Radurlaub möglichst kindgerecht sein. Konkret bedeutet das: Der Urlaub muss ums Kind herum geplant werden, nicht ums Radfahren. „Für Kinder, gerade für kleinere, ist das Radfahren selten Selbstzweck, sondern eher der Weg zu einem Ziel“, so Fachjournalist Caspar Gebel, Co-Autor von „Das Familien-Fahrrad-Buch“. Bei der Planung sollte man also darauf achten, Zwischen- und Tagesziele mit „Belohnungscharakter“ einzubauen. „Das kann die Mittagsrast an einem Abenteuerspielplatz oder ein Campingplatz am Badesee sein“, so Gebel.

Weniger Kilometer = mehr Fahrspaß

Distanzen von 100 km und mehr am Tag, wie sie sportliche Erwachsene gerne herunterreißen, sind mit Kindern nicht drin. 25 bis 40 km, über Vor- und Nachmittag verteilt, können aber selbst Achtjährige problemlos bewältigen. Die dürfen sogar schon auf der Straße fahren; generell sollte man möglichst verkehrsfreie Strecken wählen. Besonders sinnvoll sind Flusstouren, zumal diese in der Regel über eine gute Fahrrad-Infrastruktur verfügen. Dann ist auch die Anreise keine große Sache: Ziele innerhalb Deutschlands lassen sich meist problemlos mit der Bahn erreichen. „Das erleichtert die Planung des Tourenverlaufs, denn wenn man das Auto zuhause stehen lässt, ist man nicht mehr automatisch auf eine Rundtour zurück zum Stellplatz festgelegt. Wichtig zu Stoßzeiten: Plätze für Rad und Fahrer bei der Bahn reservieren “, empfiehlt Fachmann Gebel. Dass eine Kurztour einer Kontinentaldurchquerung in puncto Reisespaß in nichts nachstehen muss, betont auch Anke Namendorf vom niederländischen Hersteller Koga (www.koga.com), der für sein breit gefächertes Angebot vom Kurzstreckenflitzer bis zum Weltumrundungsvelo bekannt ist. „Das Wichtigste für einen gelungenen Radurlaub ist: Auf die individuellen Bedürfnisse achten und schöne Zwischenziele setzen,“so Namendorf.

Leihen oder nicht Leihen, das ist hier die Frage

Selbst mit ICE oder kleinem Automobil lässt sich die Anreise zum Radurlaub bewerkstelligen. Immer mehr Tourismusdestinationen buhlen um die Gunst der Radler und stellen neben der Infrastruktur auch passendes Leihmaterial bereit. Zumindest für die Eltern eine Alternative; angesichts des zu erwartenden gemütlichen Tempos lässt es sich vielleicht verschmerzen, im Urlaub ohne das geliebte eigene Trekkingbike auszukommen. Aber Obacht: „Wer mit seinen Packtaschen anreist, sollte im Vorfeld beim Verleiher sicher stellen, dass sich diese auch am Träger des Rades befestigen lassen“, gibt Peter Ronge vom Gepäckträger-Spezialisten Racktime (www.racktime.com) zur Beachtung.
Ist am oder im Auto Platz für ein bis zwei Räder, haben die Bikes der Kinder Vorrang. „Bei Kinderrädern ist der Grenzbereich zwischen passend und zu groß/zu klein schmaler als bei Erwachsenenrädern“, weiß Ralf Puslat, Geschäftsführer des Kinderfahrrad-Herstellers Puky (www.puky.de). Und auch aus Gründen der Motivation empfiehlt es sich, den Nachwuchs auf den eigenen, gewohnten Rädern an den Start gehen zu lassen. „Schöne Urlaubserlebnisse festigen auch die Beziehung zum Rad“, weiß Familienvater Puslat aus eigener Erfahrung. Auch beim Thema Kopfschutz ist es ratsam, auf die eigenen Helme zurückzugreifen. „Denn ein Helm bietet erst den gewünschten Schutz, wenn er auch richtig passt und sitzt. Daher kauft man am besten im Fachhandel mit guter Beratung und ausreichend Auswahl zum Probieren. So stellt man sicher, dass der Fahrspaß auf Tour nicht unter einem drückenden oder gar uncoolen Helm leidet“, so Torsten Mendel vom Sicherheitsspezialisten Abus (www.abus.de).

Pause statt Kilometerfressen

Auch mit ganz kleinen Kindern, die statt selbst zu radeln im Anhänger sitzen, kann man sich auf die Reise machen. Leicht laufende Kindertransporter mit viel Stauraum, wie sie etwa Chariot anbietet (www.chariot.de), bieten Platz fürs Gepäck und Bequemlichkeit für die Passagiere. Doch da diese zwangsweise ruhen, während die Eltern radelnd ihren Bewegungsdrang ausleben, sollten im Gegenzug die Pausen länger ausfallen und den Kindern einen ausreichenden Ausgleich zum Sitzen bieten. „Wer mit dem Trailer unterwegs ist, sollte bei der Etappenplanung von eher geringen Tagesdistanzen ausgehen“, weiß Sabine Richarz vom Chariot-Vertrieb Zwei plus zwei. „Vorrangig ist, dass die Kinder immer gerne in den Anhänger steigen – dann weiß man, dass die Pause lang genug war.“

Trailer und Mietrad, geht so etwas?

„Fast alle Räder sind mit Vollachse oder Schnellspannachse ausgestattet. Hier kann die Chariot-Kugelkopfkupplung ganz leicht angebracht werden“, so Sabine Richarz. „Vorher sollte man aber sicherheitshalber den Verleiher um Erlaubnis fragen.“
Besonders komfortabel ist das Reisen mit Kinderanhänger natürlich auf einem E-Bike. Hier hat Radhersteller Winora (www.winora.de) gute Arbeit geleistet: Beim Familienmodell F2, das in drei Rahmenformen und auch als 26-Zoll-Ausführung erhältlich ist, findet sich eine in die Kettenstrebe integrierte Montagebasis für eine Anhängerkupplung. „Gerade bei Hinterradmotoren lassen sich die üblicherweise auf die Radachse aufgesteckten Kupplungen oft nicht verwenden“, erklärt Sven Bernhardt von Winora.
Für Familien, die mit ihren Kindern auf Augenhöhe reisen wollen, stellt Deutschlands führender Liegeradhersteller HP Velotechnik (www.hpvelotechnik.com) übrigens eine ganz besondere Zugmaschine bereit: „Mit unserem elektrifizierten Liegedreirad oder E-Trike ‚Gekko fx‘ lassen sich Kinderanhänger dank des durchzugsstarken Unterstützungsmotors mühelos ziehen. So erleben Eltern und Kinder die Tour in der gleichen entspannten Panoramaperspektive“, erläutert Paul Hollants von HP Velotechnik.

Ein Rad für zwei

Flusstouren, Anhänger, Eisenbahnreise? Diese Arten der Radreise sind manchem zu zahm. Aber selbst wenn ferne Kontinente locken oder Gebirge bezwungen werden sollen, können auch Kinder mit von der Partie sein. Große Unterschiede in den körperlichen Fähigkeiten innerhalb der Familie können die mühsam ausgearbeiteten Fahrpläne jedoch tüchtig ins Wanken bringen. Wolfgang Haas, Deutschland-Importeur des exklusiven amerikanischen Tandem-Anbieters Santana (www.santana-tandem.de), hat dazu naturgemäß eine Lösung parat: „Ich halte Zwei- und Mehrsitzer für die optimalen Fahrräder, wenn Familien längere Touren planen, da diese Räder Leistungsunterschiede synchronisieren. So macht Radfahren den Kids richtig Spaß, denn sie leisten ihren Beitrag zur Fortbewegung, können aber jederzeit eine Pause während der Fahrt einlegen und Mama und Papa das Pedalieren überlassen.“ Übrigens: Zwei Erwachsene können auch viel leichter einen Kinderanhänger ziehen.
Die expeditionstauglichen Tandems von Santana sind etwas für ambitionierte Rad-Familien; wer ein Tandem eher als Verkehrsmittel sieht, das auch mal für Touren hergenommen werden kann, ist etwa bei der noch jungen Tandemmarke Zweirad (www.zweipluszwei.de) gut bedient. „Unser Model ‚komfort 5‘, das bei robuster, haltbarer Technik vergleichsweise preiswert ist, ist natürlich nicht nur Stadtfahrzeug, sondern durchaus tourentauglich“, findet Sabine Richarz von Zwei plus zwei .
Und mit diesem Modell wäre man dann wieder bei den beliebten, gemächlichen Flusstouren angekommen, bei denen Eltern und Kinder wohl am besten diese schöne Art des gemeinsamen Reisens kennenlernen können.

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