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Moderne Technik zwischen historischen Autos und Kutschen
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Montag, 7. August 2017

Im Deutschen Verkehrsmuseum in München findet man seit ende Juli 2017 eine Sonderausstellung zum Thema Fahrrad – etwas versteckt zwischen historischen Autos, Kutschen und Zügen. Unter dem Titel „Balanceakt“ werden zum 200. Geburtstag des beliebtesten Verkehrsmittels der Welt noch bis Mitte nächsten Jahres Laufmaschine, Rennrad und Co. gewürdigt. Der Balanceakt zeigt die wechselhafte Geschichte von Karl Drais über die kurze Hochradzeit und die ersten Boomphasen zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute. Doch auch ein Blick auf die aktuelle Technik der Gegenwart darf in München nicht fehlen. So befindet sich inmitten von historischen Komponenten ein Modell der innovativen Getriebeschaltung „P1.18“ von Pinion aus dem Jahr 2016. Der baden-württembergische Hersteller ist erst kürzlich vom Bundesverkehrsministerium auf die „Landkarte der innovativen Orte“ in Deutschland gesetzt worden. Durch ihren kompakten und gekapselten Aufbau ist das Pinion-Getriebe besonders gegen Witterung geschützt, wartungsarm und verspricht ein sanftes, intuitives Schalten. Im Rahmen von Balanceakt steht das Getriebe in renommierter Nachbarschaft: Die „Torpedo“-Nabe von Fichtel & Sachs (heute Sram), die das Schalten zu Beginn des 20. Jahrhunderts revolutionierte, ist dabei ebenso zu sehen, wie eine der ersten Sturmey-Archer-Naben von 1903. Im Vergleich mit den historischen Exponaten zeigt sich, welche technischen Veränderungen gerade der Gangwechsel in jüngster Zeit durchlebt.

Doch auch abseits von Schaltungsgeschichten hat die Ausstellung einiges zu bieten. Fahrräder aus 200 Jahren Geschichte vom frühen „Stahlross“ bis hin zum superleichten Carbonflitzer sind in diversen Ausstattungen zu sehen. Die Geschichte der Fahrradbeleuchtung von der Karbidlampe bis zur modernen Akkubeleuchtung von Busch & Müller ist der Ausstellung ebenfalls einen detaillierten Blick wert. Unterschiedliche Fahrradreifen stehen in direkter Nähe zu diversen Bremsenvarianten. Auch sportliche Erfolge sowie historische Werbeplakate werden gezeigt. Dass das Fahrrad weit mehr als reine Technik ist, zeigen unterschiedliche modische Accessoires. Und wie geht man am besten mit Gepäck auf eine Weltumrundung? Davon berichten Radreisende aus verschiedenen Jahrzehnten. Balanceakt zeigt die vielen unterschiedlichen Aspekte des Fahrradfahrens über diverse Epochen. Das macht Lust aufs Radfahren, hätte aber sicherlich noch einen etwas passenderen Rahmen im Ausstellungsgebäude verdient.

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