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Baby on Board
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Donnerstag, 21. Februar 2019

Radfahrer können ihren Nachwuchs von Geburt an mitnehmen. Der pressedienst-fahrrad zeigt unterschiedliche Möglichkeiten und gibt Tipps für den richtigen Babytransport mit dem Zweirad.

[pd‑f/tg] Egal ob als Autoersatz im Alltag oder beim Sport: Radfahrer genießen es, ihr Kind überall mit hinnehmen zu können. Doch nicht alle Transportmöglichkeiten eignen sich schon für Neugeborene. Das Umschnallen eines Tragetuchs oder einer Babytrage ist für Radfahrende nicht zu empfehlen. Kinder brauchen zwar nach der Geburt viel Vertrauen, Sicherheit und Nähe durch direkten Körperkontakt, doch im Falle eines Sturzes ist das Risiko zu hoch, dass auch das Kind Verletzungen davonträgt. Ein Kindersitz kommt ebenfalls nicht in Frage, da Babys noch nicht die nötige Muskulatur haben. „Erst wenn das Kind sich selbstständig hinsetzen kann, sollte es in einem Kindersitz transportiert werden“, erklärt Toni Messingschlager von Messingschlager. Bleiben der Kinderanhänger und das Lastenrad.

Nur langsam und auf Asphalt

Mit einem Hängematte-artigen Babysitz lassen sich Babys schon ab dem ersten Monat im Kinderanhänger transportieren. Durch einen stabilen Aufbau und ein Fünf-Punkt-Gurtsystem ist der noch frische Nachwuchs im Anhänger gut geschützt – und liegt dabei ergonomisch korrekt. „Unser Babysitz hat einen äußerst flachen Sitzwinkel mit stabiler Rückenfläche, sodass weder Köpfchen noch Rücken ihr Gewicht halten müssen“, beschreibt Hanna Gehlen, Geschäftsführerin beim Kölner Anhängerspezialisten Croozer. Da sich Erschütterungen ab einem gewissen Grad auf das Kind übertragen, ersetzt die Konstruktion des Babysitzes jedoch nicht den rücksichtsvollen Umgang mit dem Nachwuchs. „Wir wissen aus Gesprächen mit vielen Eltern, dass es für sie ganz selbstverständlich ist, in den ersten Lebensmonaten nur kurze Strecken auf ruhigen Wegen zurückzulegen. Für die neu gewonnene Freiheit, sich auch mit Baby innerstädtisch flexibel bewegen zu können, wird gerne auf ein paar km/h verzichtet. Wir raten zu einer Maximalgeschwindigkeit von ca. 15 km/h“, so Gehlen. Auch das Überfahren von Bordsteinen sei zu vermeiden. Um mögliche Erschütterungen auszugleichen, könne der Reifendruck möglichst niedrig und ein Anhänger mit abstimmbarem Dämpfungssystem gewählt werden. Ein Zusatzgewicht (eine schwere Wickeltasche reicht meist schon) sorgt dafür, dass die Straßenlage verbessert wird.

Kurze Strecken und viele Pausen

Da Babys äußert skeptisch und ängstlich sein können, wenn kein direkter Kontakt zu den Eltern besteht, ist es wichtig, das Kind langsam an das Mitfahren im Anhänger zu gewöhnen. „Am Anfang fährt man kurze Strecken und macht viele Pausen, damit sich das Kind erholen kann“, weiß Toni Messingschlager. Hanna Gehlen ergänzt: „Die meisten Babys unserer Nutzerinnen und Nutzer finden die ruhige Fahrt bei frischer Luft sehr entspannend und schlafen bald nach dem Losfahren ein. Sollte das Kind jedoch ganz unsicher sein, kann ein Spaziergang vor der ersten gemeinsam Fahrt die Eingewöhnung erleichtern.“
Generell sollte immer zumindest das Fliegengitter des Anhängers verschlossen sein, um zu vermeiden, dass z.B. kleine Steinchen in die Fahrgastzelle fliegen. Achtung: Nicht alle Anbieter geben ihren Babyeinsatz, also einen Babysitz oder eine Babyhängematte zum Fahrradfahren frei, sondern weisen darauf hin, dass damit nur Spaziergänge möglich sind.

Babyschale ist keine Last

Auch bei Lastenrädern eignen sich nicht alle gängigen Modelle zum Babytransport. „Wir stellen fest, dass viele Eltern ihre Kinder erst im Cargo-Bike mitnehmen, wenn sie selbstständig sitzen können“, erklärt Markus Riese von Riese & Müller. „Wir bieten bei unserem neuen ‚Load 75‘ die Möglichkeit, einen Maxi-Cosi mit einem Gurt zu fixieren, wenn als Option ein zusätzlicher Ablagetisch gewählt wurde.“ Maxi-Cosi- und Isofix-Halterungen sind eine beliebte Option für den Babytransport, werden allerdings nicht von allen Herstellern angeboten. Auch spezielle Babyschalen sind möglich, aber erst für Kinder ab ca. drei Monaten zugelassen. Um mit dem Baby im Lastenrad unterwegs zu sein, gelten die gleichen Tipps wie im Anhänger. „Der Vorteil des Lastenrades nach der Bauart unseres Loads ist jedoch, dass der Nachwuchs vorne mitfährt und somit Blickkontakt besteht. Zudem profitieren auch die kleinen Mitfahrer von der Vollfederung “, weiß Riese.

Helm auf, aber nicht bei Babys

Damit Kinder sicher im Straßenverkehr unterwegs sind, zählt ein Fahrradhelm zur Standardausrüstung. Das gilt jedoch nicht für Säuglinge. Da deren Nackenmuskulatur noch nicht sehr ausgeprägt ist, ist ein Fahrradhelm zu schwer. Deshalb gibt es Kinderhelme erst ab einem Kopfumfang von ca. 44 Zentimetern. „Unsere Kleinkinderhelme sind speziell für Fahrten im Kinderanhänger oder Kindersitz geeignet und verfügen deshalb über einen abgeflachten Teil für den Hinterkopf“, erklärt Torsten Mendel vom Sicherheitsexperten Abus.

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