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Kinderräder für jede Altersklasse
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Donnerstag, 16. April 2020

Immer wenn der Frühling Einzug hält, bringt er dieselbe Frage mit: Welches Rad darf mein Kind jetzt fahren? Gerade wenn aktuell die Schulen, Kindergärten und Spielplätze noch geschlossen sind, ist das passende Kinderrad ein Spielgefährte, der für Abwechslung und Spaß sorgt. Je nach Altersgruppe haben Kinder unterschiedliche Ansprüche – und das Angebot ist vielseitig. Der pressedienst-fahrrad gibt einen Überblick.

[pd‑f/tg] Vorneweg: Jedes Kind entwickelt sich anders. Während die einen bereits mit zwei Jahren fröhlich in die Pedale treten, schauen Gleichaltrige hingegen noch voller Begeisterung dem Treiben zu. Auch Wachstumsschübe sind vollkommen unterschiedlich. Deshalb sind die gegebenen Einteilungen lediglich als Richtwerte zu verstehen.

Rutschfahrzeuge für den Einstieg

Ab etwa einem Jahr beginnen Kinder, die Welt laufend zu entdecken. Im Straßenverkehr haben sie eigenständig selbstverständlich noch nichts verloren. Sie fahren deshalb am besten in einem Kinderanhänger (z. B. „Kid Vaaya“ von Croozer; ab 899 Euro) oder im Kindersitz (z. B. „Fix B“ von Messingschlager, 99,90 Euro) mit. Erste eigene Fahrversuche helfen aber, die motorischen Fähigkeiten zu verbessern und sich intuitiv fortzubewegen. Spaß an der Bewegung ist wichtig für das Kind, um seine Basissinne zu entwickeln. Fahrzeuge wie das vierrädrige „Wutsch“ (49,99 Euro) oder das dreirädrige „Pukymoto“ (59,99 Euro) vom Kinderfahrzeugspezialisten Puky helfen, die ersten Schritte in die eigenständige Mobilität zu gehen. Kinder ab ca. 1,5 Jahren bekommen so die Möglichkeit, sich auch im Garten auf weniger geraden Flächen sicher fortzubewegen.

Nächster Schritt: das Laufrad

Laufräder sind für Kinder ab ca. zwei Jahren geeignet, die ersten richtigen und auch schon schnelleren Aktivitäten zu meistern. Damit entwickeln sie ein Gefühl für Balance, Lenken und Geschwindigkeit – wertvolle Punkte für das spätere Radfahren und die sonstige motorische Entwicklung. Die Auswahl an Laufrädern ist dabei sehr unterschiedlich. Für den Einstieg sind klassische Modelle wie das „LR M“ von Puky (69,99 Euro) zu empfehlen. Durch den tiefen Einstieg können die kommenden Radfahrer einfach aufsteigen. Sportlichere Laufräder sind mit ihren Zwölf-Zoll-Rädern eher etwas für Kinder ab ca. 90 Zentimeter Körpergröße. Das „Trail Balance 12“ von Cannondale (199 Euro) übersetzt mit seiner einseitigen Lefty-Gabel bereits die Ideen von Erwachsenenrädern. Als Alternative bietet sich Kinderroller an. Damit trainieren die Kinder ebenfalls die Balance und stärken zudem ihre Bein- und Rumpfmuskulatur (z. B. „R 1“ von Puky, 59,99 Euro).

Selbst in die Pedale steigen

Der Umstieg aufs erste Fahrrad erfolgt in der Regel ab ungefähr drei Jahren. Kindern, die bereits Erfahrungen mit dem Laufrad gesammelt haben, fällt der Umstieg meist recht leicht. Auf Stützräder sollte dabei verzichtet werden, weil die Kinder sonst die bereits erlernte Balancierfähigkeit wieder verlernen. Kindgerechte Rahmengeometrie und eine möglichst aufrechte Sitzposition sind wichtig, damit die Kinder einen guten Überblick über den Verkehr behalten. Ab einer Körpergröße von 95 Zentimetern können Kinder auf Zwölf-Zoll-Rädern (z. B. „Z 2“ von Puky, 169,99 Euro) erste Runden drehen. Kinder wachsen bekanntlich jedoch auch schnell und deshalb ist es wichtig zu überprüfen, ob das Rad passt. Für einen Vierjährigen ist ein Zwölf-Zöller meist schon zu klein. Neben den klassischen Kinderrädern gibt es bereits sportlichere Varianten. Puky setzt z. B. bei der neuen Kinderradserie „S‑Pro“ (ab 299,99 Euro) auf Leichtbau. Ähnlich verfährt der britische Anbieter Early Rider, der zusätzlich einen wartungsarmen Riemenantrieb verbaut (z. B. „Belter 14“, 399,99 Euro).

Rad für Tour und Schulweg

Ab dem Grundschulalter sind Kinder bereit für das erste „richtige“ Fahrrad. Waren die Räder zuvor noch als Spielgeräte klassifiziert, gilt es jetzt, die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) einzuhalten. Zwar sind die Räder mit 20-Zoll-Reifen für Kinder ab sechs Jahren konzipiert, aber in der Regel halten sie auch länger, weil das Kind nicht mehr so schnell wächst. Und ab acht Jahren sind Kinder vollwertige Verkehrsteilnehmer, die auch auf der Fahrbahn (und nicht mehr nur auf dem Gehweg) fahren dürfen. Für Familienausflug und Schulweg bietet der Schweinfurter Fahrradhersteller Winora beispielsweise das „Dash 20“ mit Dreigangschaltung an (399 Euro). Einen tiefen Einstieg für leichtes Auf- und Absteigen haben die Modelle der „Skyride“-Serie von Puky (ab 359,99 Euro).

Lieber sportlich unterwegs

Doch das Kinderrad darf nach Ansicht der jungen Piloten nicht nur praktisch sein, sondern muss auch cool aussehen. Während für die Eltern die Sicherheit im Mittelpunkt steht, möchte der Nachwuchs oft das sportliche Mountainbike. Ein möglicher Kompromiss ist das „Furious“ von Stevens Bikes (599 Euro), das sportliche Mountainbike-Optik und ‑Funktion mit StVZO-Konformität verbindet. Noch mehr Richtung Mountainbike gehen die Räder der Jugendfahrradmarke Eightshot (z. B. „X‑Coady 24 Disc“, 469,99 Euro). Mit Federgabel, Einfach-Schaltung und Scheibenbremsen unterscheiden sie sich bei der technischen Ausstattung kaum noch vom MTB für Erwachsene. Akku-Beleuchtung und Reflektoren dürfen übrigens seit 2013 auch bei Kinderrädern nachgerüstet werden – wobei Kinder natürlich mit der Verantwortung, immer für geladene und mitgeführte Beleuchtung zu sorgen überfordert sein können. Noch sportlicher wird es mit dem „Hellion 24“ von Early Rider (1.599,99 Euro): Durch eine progressive Geometrie und hochwertige, leichte Komponenten steht hier der Abfahrtsspaß im Vordergrund. Das Mountainbike ist somit auch für den Bikepark und erste Sprünge geeignet. Apropos Sprünge: BMX-Fahren ist bei vielen Kindern beliebt. Ein passendes Bike für die jungen Einsteiger ist das „Seed 16“ vom BMX-Spezialisten Wethepeople (429,99 Euro).

Übergang zum Erwachsenenrad

Irgendwann ist die Zeit gekommen, wenn selbst das schönste Kinderrad seinen Job erfüllt hat und weitergereicht wird an jüngere Kids. Dann beginnt der Übergang zum Jugendrad. Als Standardlaufradgröße galt lange Zeit 26 Zoll. Diverse Jugendräder (z. B. „Chica 26“ von Winora, ab 399 Euro) rollen mit diesen Rädern. Allerdings halten langsam die Entwicklungen aus dem Mountainbike-Bereich Einzug und das 26-Zoll-Rad wird durch 27,5 Zoll abgelöst. Das soll für mehr Laufruhe und besseren Komfort sorgen. Das „Tour Nexus“ von Stevens (599 Euro) gibt es bereits in dieser Größe. Der Umstieg auf ein Erwachsenenbike ist dann nicht mehr fern. Bei Jugend-Mountainbikes hat sich 27,5 Zoll ebenfalls als das geeignete Maß herausgestellt. Eightshot hat beispielweise keine 26-Zoll-Räder, sondern für Jugendliche nur noch 27,5 Zoll (z. B. „X‑Coady 275 SL“, 419,99 Euro).

Das E kann jetzt mit

E‑Bikes für Kinder ist ein äußerst kontrovers diskutiertes Thema. Warum soll man Kindern die E‑Unterstützung untersagen, wenn Mama und Papa beim Wochenendausflug mit Rückenwind munter den Berg hinauf radeln? Der E‑Antrieb kann mitunter auch für genau die Motivation sorgen, los- oder weiter mitzufahren. Andererseits sollte gerade bei Kindern und Jugendlichen die eigene Bewegung und der Spaß daran im Mittelpunkt stehen. Die Entscheidung ist sicherlich jedem überlassen, passende Räder gibt es bereits. Das „Sduro Hardfour 1.0“ von Haibike (1.999 Euro) ist ein E‑Mountainbike mit 24-Zoll-Laufrädern. Das Hardtail ermöglich leichte Touren im Gelände, bei denen auch der Fahrspaß bergauf nicht zu kurz kommt.

Sonderformen Liegerad

Es kann viele Gründe haben, warum das Kind nicht mit einem aufrechten Rad zurechtkommt. Damit es doch die Freude an der Bewegung selbst „erfahren“ kann, bieten sich dreirädrige Liegeräder an. Spezialist HP Velotechnik hat mit dem „Gekko fxs“ (Einstiegspreis ab 4.390 Euro) ein mitwachsendes Kinderrad im Angebot. Kinder und Jugendliche mit Körpergrößen von 115 bis 180 Zentimetern finden ihre passende Sitzposition – kippsicher und stabil. Welche Vorteile das bringt, erkennen auch die Krankenkassen an. So ist in vielen Fällen mittlerweile eine Kostenübernahme möglich.

Das passende Zubehör

Die Großeltern suchen ebenfalls noch ein Geschenk zum Frühjahrsstart? Dafür gibt es zum Rad doch noch das passende Zubehör. Ein Helm ist aus Sicherheitsgründen ratsam. Für Kleinkinder sind Modelle mit einem abgeflachten Hinterkopf sinnvoll, da sie damit besser im Kindersitz oder ‑anhänger sitzen können (z. B. „Smooty 2.0“ von Abus, 24,95 Euro). Für ältere Kids bieten sich Modelle wie der „Youn‑I“ von Abus (59,95 Euro) oder Halbschalenhelme wie der „Little Nutty Street“ von Nutcase (69,90 Euro) an. Auch stylische Bike-Bekleidung (z. B. „Kids Moab Shirt“ von Vaude, 30 Euro) findet sicher Freude. Und eines haben Kleinkinder übrigens Erwachsenen voraus: Sie dürfen Hupen mit tollen Tiermotiven an ihre Räder schrauben (z. B. „Motivhupe Pluto“ von Messingschlager, 3,90 Euro)!

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